Ein Fuchs steht auf einer Wiese. (Foto: picture alliance/dpa | Bodo Schackow)

Staupe-Virus bei Fuchs nachgewiesen

  11.04.2022 | 16:49 Uhr

Nach dem Fund eines mit dem Staupe-Virus infizierten Fuchses wird das Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) ein Staupe-Monitoring durchführen. Das Tier war tot im Lebacher Ortsteil Steinbach gefunden worden.

Nachdem bei einem im Lebacher Ortsteil Steinbach tot aufgefundenen Fuchs eine Infektion mit dem hochansteckenden Staupe-Virus nachgewiesen wurde, wird das Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) nach eigenen Angaben ein Staupe-Monitoring durchführen. Das LAV bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger, den Fund eines verendeten Fuchses zu melden beziehungsweise das Tier im Landesamt abzugeben.

„Ziel unseres Monitorings ist es, die tatsächliche Verbreitung des Virus in der Fuchspopulation zu ermitteln“, sagte Sebastian Thul, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Zwar könnten sich Hunde mit dem Virus anstecken, dennoch müssten Hundebesitzer jetzt nicht in Panik geraten. Denn in der Regel seien Hunde durch eine Pflichtimpfung gegen Staupe, die sie im Welpenalter erhalten, geschützt.

"Wichtig ist eine Impfung und eine Anleinpflicht"
Audio [SR 3, Interview: Eberhard Schilling / Herrmann Rau, 13.04.2022, Länge: 02:33 Min.]
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Katzen nicht in Gefahr

Dennoch sollten Hundebesitzer ihre Vierbeiner im Wald und auf dem Feld derzeit nicht frei laufen lassen – so der Rat des LAV. Auf Menschen sei das Virus nicht übertragbar, so Thul. Auch Katzen seien nicht in Gefahr.

Verdachtsfall in Namborn

Außer der jetzt bereits nachgewiesenen Staupe-Infektion bei einem Fuchs aus Steinbach gibt es nach LAV-Angaben derzeit noch einen Verdachtsfall. Am Freitag wurde ein toter Fuchs aus Namborn beim LAV abgegeben. Ein Untersuchungsergebnis liegt noch nicht vor.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 11.04.2022 berichtet.

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