Der ESA-Astronaut Matthias Maurer. (Foto: picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd)

Maurer fliegt doch später ins All

  19.10.2021 | 20:47 Uhr

Der Saarländer Matthias Maurer wird später als geplant ins All starten. Die Crew soll nun laut NASA erst einen Tag später zur Raumstation ISS fliegen, am 31. Oktober. Die Zeit brauche man, um am Raumfahrzeug zu arbeiten.

Am 31. Oktober um 7.21 Uhr mitteleuropäischer Zeit wird die SpaceX-Crew, zu der auch der Saarländer Matthias Maurer gehört, vom Kennedy Space Center in Florida ins Weltall starten. Das hat die Raumfahrtbehörde NASA mitgeteilt.

"Zum Start wünsche ich mir: Glück auf!"
Audio [SR 3, Interview: Frank Hofmann / Matthias Maurer, 20.10.2021, Länge: 03:48 Min.]
"Zum Start wünsche ich mir: Glück auf!"

Grund für die Verschiebung um einen Tag seien Arbeiten am Raumfahrzeug. Wie Saar-Astronaut Maurer im SR-Interview berichtet, wurde bei der Mission "Inspiration 4", bei der erstmals kein Profi-Astronaut an Bord war, ein Leck in der Weltraum-Toilette gefunden. Sicherheitshalber sei darum an der Toilette in seinem Raumschiff ein Stutzen modifiziert worden, was zu der Verzögerung geführt habe.

Der geplante Starttermin war schon einmal verlegt worden, vom 31. Oktober auf den 30. Oktober. Jetzt gilt also wieder der ursprüngliche Starttermin. Sollte der Start erneut verschoben werden, hat die NASA den 3. November als neuen Ausweichtermin festgelegt.

Erster Saarländer im All

Maurer ist der erste Saarländer und zwölfte Deutsche, der ins All fliegt. Er soll auf der Internationalen Raumstation ISS sechs Monate lang verschiedene Experimente durchführen. Unter anderem wird Maurer auch Materialproben der Saar-Uni testen.

"Es gibt verschiedenste Gründe für solche Startverschiebungen"
Audio [SR 3, Interview: Simin Sadeghi / Jürgen Schultz, 20.10.2021, Länge: 04:31 Min.]
"Es gibt verschiedenste Gründe für solche Startverschiebungen"

Neben dem Saarländer werden zwei weitere Astronauten und eine Astronautin der NASA an dem Flug teilnehmen. Kommandant der Mission "Cosmic Kiss" ist der US-Amerikaner Raja Chari, als Pilot fungiert Tom Marshburn, der bereits zum dritten Mal zu einem Weltraumflug aufbricht.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 20.10.2021 berichtet.

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