Viertklässler einer Grundschule melden sich während des Unterrichts. (Foto: picture alliance/dpa | Frank Molter)

Seit Dienstag Lollitests in Schulen und Kitas

Sandra Schick   02.11.2021 | 09:22 Uhr

Am ersten Schultag nach den Herbstferien soll es in Schulen und Kitas mit den sogenannten Lollitests losgehen. Alle Kinder ab drei Jahren sollen zwei mal pro Woche auf Corona getestet werden. Manche Einrichtungen greifen dafür auf die Eltern zurück.

Zwei mal pro Woche ein Corona-Schnelltest - die Schulkinder im Saarland kennen das schon. Bisher wurden sie allerdings in der Regel mit einem normalen Antigen-Schnelltest mittels Nasenabstrich getestet.

Seit dieser Woche ist das nun anders: Die Lollitests halten Einzug in den Schulen. Statt Nasenabstrich heißt es nun Lutschen am Stäbchen. Der Test ist aber weiterhin ein Antigen-Schnelltest und kein PCR-Pooltest wie ursprünglich mal geplant. Die Lollitests sollen vorrangig bei Schulkindern bis zwölf Jahren zum Einsatz kommen.

Video [aktueller bericht, 02.11.2021, Länge 3:41 Min.]
Erneut Masken an den Schulen – was halten die Schüler davon?

Keine Maskenpflicht in den Schulen

Eine Maskenpflicht gibt es vorerst nicht wieder in den Schulen - anders als von Lehrergewerkschaften gefordert. Sie hatten vorgeschlagen, nach den Ferien für begrenzte Zeit wieder Maskenpflicht einzuführen, um Übertragungen von Urlaubsrückkehrern zu vermindern.

Auch Kitas nehmen an den Tests teil

Neu ist, dass auch die Kindergartenkinder im Saarland nun in die Test-Strategie einbezogen sind. Ab dieser Woche sollen alle Kinder ab drei Jahren in den Kindertagesstätten zwei mal pro Woche getestet werden.

Allerdings gab es schon vor dem Start Kritik von Seiten des Kita-Personals und der Träger. In vielen Einrichtungen war bis Ende vergangener Woche noch unklar, in welcher Form die Tests umgesetzt werden. Kitas, die die Tests nicht selbst durchführen wollen, können auch die Eltern miteinbeziehen: In dem Fall bekommen die Eltern die Tests mit nach Hause und müssen die Kinder zwei mal pro Woche selbst testen.

Dieses Verfahren wird beispielsweise die inklusive Kita Biber in Saarbrücken Malstatt anwenden, wie die Leiterin Gabi Hessemer heute im SR erklärte.

Die Lage in den Kitas
Lolli-Tests nur die Spitze des Eisbergs
Ab heute soll der Lolli-Test auch in Kitas von Erzieherinnen und Erziehern durchgeführt werden. Kinder zwischen drei und sechs Jahren können also regelmäßig mit Tests zum Lutschen auf Corona getestet werden - wenn die Eltern das möchten. Viele Erzieherinnen und Erzieher ärgert das - Erziehungs- und Bildungsbeauftragte seien ohnehin schon zu stark belastet.

Zum Beitrag "Lolli-Tests nur die Spitze des Eisbergs"

Kommentar

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"Es sind diejenigen gefordert, die schon jetzt bis zum Anschlag arbeiten"
Am 2. Novermber starten die Lolli-Tests in den Kindertageseinrichtungen. Zumindest sollten sie das. Denn viele Einrichtungen sind nicht vorbereitet. Es ist eine Bauchlandung mit Ansage, für das am Ende wieder Erzieher, Eltern und die Kinder bezahlen müssen. Ein Kommentar von Patrick Wiermer.

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Über dieses Thema hat auch die Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 am 02.11.2021 berichtet.

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