Zecke (Foto: dpa/Patrick Pleul)

Umweltministerium rechnet mit starker Zeckensaison

  23.04.2020 | 13:27 Uhr

Aufgrund des praktisch frostfreien Jahresbeginns ist die Zeckensaison laut saarländischem Umweltministerium bereits gestartet. Das derzeitige trockene und warme Frühjahrswetter ermöglicht den Zecken im Saarland ideale Lebensbedingungen.

Wetterbedingt geht das Umweltministerium von einer starken Zeckensaison aus - ähnlich wie in den vergangenen beiden Jahren. Doch anhaltend hohe Temperaturen und Trockenheit könnten umgekehrt auch für ein vorzeitiges Ende der Zeckensaison sorgen. Eine genaue Prognose ist nach Ministeriumsangaben derzeit nicht möglich.

Dieses Jahr bereits 23 Borreliose-Fälle

Zecken sind besonders gefährlich, weil sie Borreliose übertragen können. Die Krankheitserscheinung reicht von grippeähnlichen Beschwerden bis hin zu schweren Nervenschädigungen. Ein typisches Zeichen ist auch die sogenannte Wanderröte. Dabei handelt es sich um eine mindestens fünf Zentimeter große ringförmige Hautrötung. In diesem Frühjahr zählt das Robert Koch-Institut bereits 23 Borreliose-Fälle im Saarland. Im Jahr 2018 waren insgesamt 375 Fälle gemeldet worden, 2019 waren es 288 Fälle.

Zecken im Süden Deutschlands können außerdem die Hirnhautentzündung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) übertragen. Als Risikogebiet gilt im Saarland allein der Saarpfalz-Kreis. Dort gab es in den vergangenen beiden Jahren insgesamt vier Fälle.

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