Ulrich Commercon (Foto: imago images/Becker & Bredel)

Staatsschutz prüft Hasskommentare gegen Commerçon

Katrin Aue / Onlinefassung: Anne Staut   06.12.2021 | 06:50 Uhr

Nach einer Flut von Hasskommentaren bei Facebook gegen den SPD-Politiker Ulrich Commerçon ist der Staatsschutz eingeschaltet. Die Abteilung prüfe den Sachverhalt, bestätigte eine Polizeisprecherin dem SR. Hintergrund ist eine Diskussion über die Corona-Impfung bei einer Landtagssitzung letzte Woche.

„Ein Schlag auf den Kopf, dann würde er anders reden.“ Das ist noch eine der harmloseren Äußerungen gegen Ulrich Commerçon. Mehrere Facebook-Nutzer wünschen dem Fraktions-Chef der SPD die Todesstrafe oder einen „Nürnberger Prozess 2.0“ – eine gängige Drohung in Querdenker-Kreisen.

Anlass für die Hass-Welle war ein Facebook-Post von Commerçon letzte Woche. Darin kritisierte er den Linken-Politiker Oskar Lafontaine für dessen Warnungen vor der Corona-Impfung.

Video [aktueller bericht, 06.12.2021, Länge: 3:11 Min.]
Coronadebatte: Wie viel Hass muss man aushalten?

Grenze überschritten

Bis Sonntagabend waren darauf bei dem sozialen Netzwerk 1240 Kommentare eingegangen, viele davon geschrieben in Ostdeutschland, Österreich und der Schweiz. Ein Hinweis darauf, dass der Facebook-Post in der deutschsprachigen Querdenker-Szene kursiert und aktiv geteilt wird.

Commerçon sagte dem SR, mit der Masse und dem Inhalt der Kommentare sei diesmal eine Grenze überschritten. Der Staatsschutz wurde eingeschaltet. Wie eine Polizeisprecherin dem SR bestätigte, wird der Sachverhalt nun geprüft.

Shitstorm gegen Ulrich Commercon
Audio [SR 3, (c) SR 3 Katrin Aue, 06.12.2021, Länge: 03:58 Min.]
Shitstorm gegen Ulrich Commercon

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 06.12.2021 berichtet.

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