Ein Kreditvertrag und ein Bündel Geld (Foto: imago/Emil Umdorf)

Maxda-Geschädigte sollen sich melden

  06.09.2020 | 15:18 Uhr

Mitarbeiter des Kreditvermittlungsunternehmens Maxda haben zwischen 2010 und 2017 ihren Kunden unrechtmäßig Reisekosten in Rechnung gestellt. Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern zog daraufhin rund 30 Millionen Euro von der Firma ein. Geschädigte können sich noch bis 30. Oktober 24 Uhr melden.

Wer geschädigt wurde, kann einen Brief an die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern schreiben oder auf der Internetseite ein entsprechendes Formular herunterladen. Nur dann kann laut Staatsanwaltschaft eine Entschädigung auch ausgezahlt werden.

Millionenstrafe für Geschäftsführer

Im Zeitraum Januar 2010 bis Mai 2013 und Juni 2013 bis Oktober 2017 erhielten Kreditinteressierte bundesweit Besuch von Außendienstmitarbeitern des Kreditvermittlungsunternehmens Maxda aus Speyer und schlossen Verträge ab. Unter anderem unterschrieben sie, der Kreditvermittlungsfirma die Reisekosten der Außendienstmitarbeiter zu ersetzen.

Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern und den entsprechenden rechtskräftigen Feststellungen des Amtsgerichts Kaiserslautern waren diese Kosten der Kreditvermittlungsfirma aber gar nicht entstanden. Laut den Verträgen zwischen Maxda und seinen Außendienstmitarbeitern trug nämlich der Mitarbeiter seine Reisekosten und Auslagen selbst.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erhielt der Maxda-Geschäftsführer daraufhin eine Bewährungsstrafe und musste eine Millionenstrafe zahlen.

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