Teile der zusammengebrochenen Tribüne nach dem Unglück in einem Zirkuszelt in Saarlouis Steinrausch (Foto: SR/Steffani Balle)

Staatsanwaltschaft ermittelt nach Tribüneneinsturz in Saarlouis-Steinrausch

  21.10.2022 | 10:40 Uhr

Gegen den Betreiber eines Mitmachzirkus an einer Grundschule in Saarlouis-Steinrausch liegt der Verdacht auf fahrlässige Körperverletzung vor. Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt gegen ihn. Bei dem Einsturz einer Tribüne sind mehrere Menschen verletzt worden, drei von ihnen schwer.

Nach dem Einsturz einer Zuschauertribüne eines Mitmachzirkus an einer Grundschule in Saarlouis-Steinrausch ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft gegen den Zirkus-Betreiber. Ihm wird fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen, teilte die Polizei Saarlouis mit.

In der Nacht hatte das Technische Hilfswerk (THW) noch die Teile der Tribüne gesichert. Die Staatsanwaltschaft hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Bis die Ermittlungen abgeschlossen sind, wird der Betreiber die Arbeit mit den Kindern vermutlich erstmal nicht fortsetzen können.

Video [aktueller bericht, 20.10.2022, Länge: 1:50 Min.]
Ermittlungen nach Bühneneinsturz in Steinrausch

18 Personen verletzt

Bei der Veranstaltung des deutschlandweit tätigen Mitmachzirkus am Mittwochabend war offenbar eine Zuschauertribüne zusammengebrochen. Die Zahl der Verletzten hat sich mittlerweile auf 18 erhöht, wie eine Abfrage der Polizei bei Rettungsdiensten und Kliniken ergeben hat - darunter offenbar auch Personen, die selbstständig ein Krankenhaus aufgesucht hatten und nicht vor Ort erstversorgt wurden. Drei Personen wurden nach Polizeiangaben schwerverletzt.

Die Eltern der Schulkinder zeigten sich in einem Brief erschüttert. Sie wollen der Betreiber-Familie des Projekt-Zirkus ihre Solidarität ausdrücken. Der Zirkus solle nicht "Opfer von Hass und Häme aufgrund eines tragischen Unfalls werden", schrieben sie.

Über dieses Thema berichten auch die SR-Hörfunknachrichten am 20.10.2022.

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