Eine junge Frau läuft durch große Regenpfützen (Foto: picture alliance/dpa | Wolfgang Kumm)

Deutlich mehr Regen in diesem Saar-Sommer

  30.08.2021 | 12:45 Uhr

In Deutschland hat es diesen Sommer so viel geregnet wie in den letzten zehn Jahren nicht. Auch im Saarland fiel deutlich mehr Regen. Die Durchschnittstemperatur ist trotzdem gestiegen.

Daten von über 2000 Messstationen hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) für seine Sommerbilanz der Monate Juni, Juli und August ausgewertet - das Ergebnis: So viel Regen ist seit zehn Jahren nicht gefallen.

Fast ein Drittel mehr Niederschlag als im Durchschnitt seiner Referenzperiode von 1961 bis 1990 verzeichnet der DWD, nämlich rund 310 Liter pro Quadratmeter (Referenzwert: 239 l/m²).

Auch im Saarland zu nass

Für das Saarland sieht die Bilanz fast genauso aus: Hier meldet der DWD 310 l/m² im Vergleich zum Referenzwert (226 Liter pro Quadratmeter).

Es war das erste Mal seit drei Jahren, dass der DWD den Sommer nicht als zu trocken wertet.

Besonders die extremen Regenfälle Mitte Juli haben zur hohen Niederschlagsbilanz beigetragen. Der DWD spricht von einer der folgenreichsten Naturkatastrophen seit der Sturmflut 1962.

Weniger Sonne als im Schnitt

Die Sonne hat sich im Saarland in diesem Sommer etwas weniger blicken lassen als im Durchschnitt: Mit rund 600 Sonnenstunden war es vergleichsweise häufig bewölkt (Referenzwert 631 Stunden).

Dennoch lag die Durchschnittstemperatur mit 18,0 Grad Celsius hier fast 1,5 Grad über dem Referenzwert von 16,7 Grad Celsius.

Die meisten Sonnenstunden gab es dieses Jahr übrigens auf Rügen und in Vorpommern: Dort schien die Sonne diesen Sommer teilweise über 770 Stunden.

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