Ein Thermometer zeigt annähernd 40 Grad Celsius (Foto: picture alliance / Zoonar | Wolfgang Filser)

So viele Hitzetage wie noch nie

  15.08.2022 | 11:14 Uhr

In Saarbrücken-Burbach ist das Thermometer in diesem Jahr bereits an 35 Tagen über die 30-Grad-Marke geklettert. Das sind so viele Hitzetage wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor mehr als 70 Jahren.

Der Sommer hat in diesem Jahr bislang Vollgas gegeben. Bei der Zahl der Hitzetage - also Tage mit Höchstwerten jenseits von 30 Grad - ist in Saarbrücken-Burbach ein neuer Rekord aufgestellt worden. Wie das ARD-Wetterkompetenzzentrum mitteilte, wurden bis einschließlich Sonntag 35 Hitzetage gezählt.

Das ist die höchste Zahl seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Saarland 1948. Vor vier Jahren kam Burbach schon einmal auf 34 Hitzetage, 2015 waren es 32 Tage. Auch Perl-Nennig hat mit 32 Hitzetagen in diesem Jahr so viele wie noch nie am aktuellen Jahrtausend.

"Hitzewellen haben zugenommen"

"Hitzewellen haben über die letzten Jahrzehnte zugenommen und dies ist eindeutig der Erderwärmung zuzuschreiben", sagt Meteorologe Stefan Laps vom ARD-Wetterkompetenzzentrum. "Dadurch werden Hitzewellen nicht nur häufiger, sondern können von der Intensität her auch heftiger ausfallen mit Höchstwerten von 38 bis etwa 40 Grad."

Und auch wenn zumindest die laufende Woche etwas kühlere Temperaturen und teils kräftige Regenschauer erwartet werden, ist der Sommer noch nicht vorbei. "Wir wissen aus der Historie, dass es noch bis weit in den September hinein heiß werden kann", so Laps. Vor zwei Jahren etwa kletterte das Thermometer Mitte September in Burbach noch auf 34,1 Grad.

Waldbrandgefahr sinkt dank der Regenschauer

Die Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen hatte die Wald- und Wiesenbrandgefahr im Saarland deutlich ansteigen lassen. Gerade in den vergangenen Tagen mussten die Feuerwehren im Saarland täglich zu mehreren kleinen und größeren Flächenbränden ausrücken.

Der Regen diese Woche bringt nun etwas Entspannung. Schon jetzt ist die Waldbrandgefahr im Saarland laut DWD auf die zweitniedrigste Stufe abgesunken. Zum Ende der Woche hin wird sich die Situation weiter entspannen.

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