Ein sogenannter „Smartcase“, der seinem Besitzer folgt. (Foto: Universität des Saarlandes/Pressefoto)

Smartcase: Ein Koffer wie ein Schatten

  27.10.2019 | 11:32 Uhr

Ein Koffer, der seinem Besitzer auf Schritt und Tritt folgt: Studenten der Saar-Uni haben den sogenannten „Smartcase“ entwickelt. Eine Kombination aus Kamera, Sensoren und einer pfiffigen Steuerung macht es möglich.

Lästiges Schleppen und Hinterherziehen von Reisegepäck könnten bald der Vergangenheit angehören. Studenten der Universität des Saarlandes wollen mit einem smarten Koffer dafür sorgen, dass Reisende in Zukunft ihre Hände für Wichtigeres frei haben. „Wir denken dabei gerade auch an Menschen mit Einschränkungen wie Gehbehinderungen. Ihnen könnte solch ein intelligenter Koffer unabhängigeres Reisen möglich machen“, erklärt Joshua Summa, der Systems Engineering an der Universität des Saarlandes studiert. Gemeinsam mit seinen Studienkollegen Till Mertin, Nick Kempel und dem Informatikstudenten Joshua Arens baut der angehende Ingenieurwissenschaftler derzeit einen intelligenten Koffer, der das Reisen künftig stressfreier machen soll.

Sensoren, Kamera, Prozessor

Das System beruht auf einer Kombination aus mehreren Sensoren. Kernstück ist eine Kamera, die denjenigen erkennt, dem der Koffer folgen soll, und jede seiner Bewegungen erfasst. Hinzu kommen drei Ultraschallsensoren, die unter anderem permanent Entfernungen messen und so etwa dabei helfen, Hindernisse zu erkennen und ihnen, wenn nötig, auszuweichen. Die Messdaten der Sensoren laufen in einem Mikro-Prozessor zusammen, der die Informationen auswertet, weiterverarbeitet und entsprechende Befehle an die Elektromotoren der Räder des Koffers weitergibt.

Mit ihrem Prototyp „Smartcase“ nehmen die vier Bachelor-Studenten ab 28. Oktober am Studentenwettbewerb Cosima in Berlin teil.

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