Eine Pflegerin schiebt ein Krankenbett über den Flur. (Foto: picture alliance/Marijan Murat/dpa)

SKG fordert weiteren Schutzschirm für Saar-Kliniken

Melina Miller / Mit Informationen von Steffani Balle   26.01.2021 | 13:38 Uhr

Krankenhäuser in ganz Deutschland fordern, dass der Schutzschirm durch den Bund auch auf das laufende, zweite Pandemie-Jahr ausgedehnt wird. Auch im Saarland sind die Kliniken nach Angaben der Saarländischen Krankenhausgesellschaft weiter vom Rettungsschirm des Bundes abhängig.

Wie viele Krankenhäuser in ganz Deutschland fordern auch die Kliniken der Saarländischen Krankenhausgesellschaft (SKG) eine Ausweitung des Rettungsschirmes des Bundes über das zweite Pandemie-Jahr hinweg. Trotz starker Auslastung der Intensivbetten im Saarland würden viele Kliniken weiter Verlust machen, sagte SKG-Geschäftsführer Thomas Jakobs dem SR - unter anderem, weil die Kliniken Mehrausgaben im Millionenbereich hätten, weil mehr Desinfektionsmittel, Masken, Schutzbrillen und weitere Ausstattung benötigt würden.

SKG spricht sich für Schutzschirm-Gelder für Krankenhäuser aus
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 26.01.2021, Länge: 02:35 Min.]
SKG spricht sich für Schutzschirm-Gelder für Krankenhäuser aus

Hilfen nur bis Ende Februar

Lage der Krankenhäuser "Die Großen profitieren, die Kleinen werden abgehängt"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Janek Böffel/Steffani Balle, 26.01.2021, Länge: 03:47 Min.]
Lage der Krankenhäuser "Die Großen profitieren, die Kleinen werden abgehängt"

Mit einer sicheren Unterstützung durch den Bund bis Ende Februar können im Saarland das Universitätsklinikum Homburg und das Winterberg-Klinikum in Saarbrücken rechnen. Vier andere Krankenhäuser, die als "pandemiebedeutsam" der Kategorie 1 eingestuft worden sind, können ebenfalls weiterhin mit Ausgleichszahlungen rechnen. Das betrifft die Krankenhäuser in Saarlouis, St. Wendel, Püttlingen und die Caritas-Klinik in Saarbrücken. Die fünf Kliniken im Land mit dem Schwerpunkt Psychosomatik können dagegen keine finanzielle Unterstützung vom Bund erwarten.

Die SKG fordert dagegen "breite Hilfen" für alle Krankenhäuser. Außerdem solle die Bürokratie vereinfacht werden und die Personaluntergrenzen ausgesetzt werden. Diese Forderungen standen allerdings schon vor der Pandemie im Raum. Nur mit diesen Maßnahmen könne die gute Versorgung der Patientinnen und Patienten gewährleistet werden. Über Strukturfragen könne man nach der Pandemie wieder streiten, so Thomas Jakobs.

Über dieses Thema wurde auch in der SR-Hörfunksendung "Region am Mittag" am 26.01.2021 berichtet.

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