Das Logo der Uniklinik Homburg an einer Gebäudewand (Foto: SR)

Uniklinik will Missbrauchsvorwürfe aufklären

  18.08.2020 | 22:12 Uhr

Zur Aufklärung des Missbrauchskandals in der Kinder- und Jugendpsychiatrie hat die Uniklinik Homburg einen Sieben-Punkte-Plan vorgelegt. Ziel sei es die Aufklärung zu beschleunigen und für mehr Transparenz zu sorgen.

Der Plan sieht unter anderem vor, dass ein eigenständiges Kontrollgremium interne Abläufe prüft. "Die Innenrevision soll unabhängig arbeiten und deshalb als Stabsstelle direkt an den Vorstand berichten", sagte Professor Dr. Wolfgang Reith.

Außerdem sollen Experten dem Aufsichtsrat regelmäßig berichten. Zusätzlich rät Reith dazu, dass das Expertengremium auch den Vorstand der Uniklinik wöchentlich auf dem Laufenden halten. Neben einem externen Experten besteht das Gremium auch aus einer internen Arbeitsgruppe. Ihr gehören zwei Kinder- und Jugendpsychologen, ein Jurist und ein Arzt an.  

Neutrale Instanz soll Vorwürfe gegen Vorsitzenden klären

Reith will zudem von einer neutralen Instanz klären lassen, ob sich der Vorstandsvorsitzende bei der Aufklärungsarbeit falsch verhalten habe. Deshalb habe er den Fall zur Prüfung an die Staatsanwaltschaft gegeben und den Anwalt der Uniklinik hierzu von der Schweigepflicht entbunden. "Ich werde die Aufklärungsarbeit wie bisher nach bestem Wissen und Gewissen weiter unterstützen", sagte Reith.

Die Leitung der Uniklinik steht wegen ihres Umgangs mit den Missbrauchsvorwürfen seit Monaten in der Kritik.

Über dieses Thema hat auch die Nachrichtensendung "aktuell - 21.45 Uhr" am 18.08.2020 im SR Fernsehen berichtet.

Video [aktueller bericht, 18.08.2020, Länge: 2:29 Min.]
U-Ausschuss zum Kindes-Missbrauch an der HNO-Klinik Homburg

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