Mobile Sichtschutzwände sollen Einsatzkräfte küntig vor Gaffern schützen. (Foto: SR)

Sichtwände sollen vor Gaffern schützen

  11.12.2018 | 10:06 Uhr

Bei Unfällen und anderen schwerwiegenden Ereignissen können im Saarland ab sofort mobile Sichtschutzwände aufgestellt werden. Dadurch sollen nach Angaben der Landesregierung Rettungskräfte vor Gaffern geschützt und die Würde der Unfallopfer gewahrt werden.

„Die Sichtschutzwände ermöglichen die reibungslose Arbeit der Einsatz- und Rettungskräfte und schützen zuverlässig vor den neugierigen Blicken der Schaulustigen. Außerdem kann der Verkehr ungehindert an der Einsatzstelle vorbeifließen. Es kommt zu weniger Staus und den daraus resultierenden Auffahrunfällen“, sagte Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD).

Video [aktueller bericht, 10.12.2018, Länge: 2:21 Min.]
Startschuss für mobile Sichtschutzwände

Man erlebe mit dem Gaffen ein Phänomen, das nicht mehr mit dem Begriff der Neugierde zu erklären sei. Die Sensationsgier schalte offenbar den Verstand aus. Die Sichtschutzwände, so die Ministerin, sollen für mehr Verkehrssicherheit sorgen und die Würde der Unfallopfer wahren.

Wie mobil sind die Sichtschutzwände?

Video [aktueller bericht, 10.12.2018, Länge: 2:54 Min.]
Interview zu Sichtschutzwänden mit Christian Bartha, DRK

Wie mobil die Sichtschutzwände in der Praxis tatsächlich sein werden, wird sich zeigen. Denn handlich sind die bauzaunähnlichen Module nicht. Jede Einheit besteht aus 44 Sichtschutzelementen, die auf einem Anhänger zur Unfallstelle transportiert werden müssen. Die Wände sind jeweils 2,10 Meter hoch und 2,25 Meter lang. Insgesamt können nach Angaben der Landesregierung pro Standort durch das Aneinanderreihen der Module bis zu 100 Meter Sichtschutz gewährleistet werden.

Über dieses Thema haben auch die Hörfunknachrichten vom 10.12.2018 berichtet.

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