Computer-Prozessoren von Intel (Foto: dpa)

Cispa-Forscher finden Sicherheitslücke bei Intel

Yvonne Schleinhege / Onlinefassung: Anne Staut   24.07.2018 | 15:48 Uhr

Forscher des CISPA Helmholtz-Zentrums in Saarbrücken haben eine neue Sicherheitslücke bei Intel-Prozessoren entdeckt. Die Schwachstelle ermöglicht es Angreifern, unberechtigt Daten auszulesen. Betroffen sind mindestens alle Intel-Prozessoren der vergangenen zehn Jahre.

Saarbrücker Forscher entdecken Sicherheitslücke bei Intel
Audio [SR 3, Yvonne Schleinhege, 24.07.2018, Länge: 02:15 Min.]
Saarbrücker Forscher entdecken Sicherheitslücke bei Intel

Möglicherweise könnten sogar Prozessoren anderer Herstellen betroffen sein, teilte das Forschungszentrum mit. Die Sicherheitslücke entstehe dadurch, dass so genannte Rücksprungadressen prognostiziert werden. So könnten Angreifer über Umwege Daten auslesen, die eigentlich geschützt sein sollen.

Der Speicher könnte ausgelesen, Passwörter abgegriffen und das Surf-Verhalten nachverfolgt werden, hieß es. Die Forscher sprechen von einem umgekehrten Spectre-Angriff, einer Lücke bei Intel-Prozessoren, die bereits vor einigen Monaten aufgetaucht war.

Unternehmen suchen Lösungen

Die Forscher des Saarbrücker Helmholz-Zentrums haben die führenden Hard- und Softwarehersteller bereits im Mai auf die Schwachstelle hingewiesen. Daraufhin kündigte mehrere Anbieter an, Lösungen zu arbeiten.

Bereits im Januar waren Sicherheitslücken in Prozessoren mehrerer Hersteller - unter anderem auch Intel - bekannt geworden.

Video [aktueller bericht, 24.07.2018, Länge: 1:29 Min.]
Neue Sicherheitslücke bei Intel

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 24.07.2018 berichtet.

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