Intel Prozessor, Illustation (Foto: picture alliance / AA | Mustafa Ciftci)

CISPA deckt Intel-Sicherheitslücke auf

  10.08.2022 | 12:11 Uhr

Bei Computern mit Intel-Prozessoren haben Saarbrücker Forscher eine gravierende Sicherheitslücke entdeckt. Dadurch können Daten direkt aus dem Zwischenspeicher ausgelesen werden. Intel stellt zur Schließung der Lücke ab sofort Updates bereit.

Bei Rechnern mit Intel-Prozessoren gibt es offenbar eine gravierende Sicherheitslücke. Aufgedeckt haben das Forscher des Saarbrücker CISPA Helmholtz-Instituts für Informationssicherheit.

"Wir konnten es erst gar nicht glauben, was wir da entdeckt haben", so Michael Schwarz vom CISPA. Er hatte zusammen mit anderen internationalen Forschern das Problem gefunden.

Sensible Daten in Gefahr

Betroffen ist dabei ein Zwischenspeicher in den Rechnern. Die dort abgelegten Informationen wurden nicht immer vollständig gelöscht.

Sie können über die Sicherheitslücke direkt aus dem Zwischenspeicher ausgelesen werden. Aufwendige Umwege über Seitenkanäle sind nicht nötig.

Das kann auch sensible Daten wie etwa Passwörter betreffen. Intel stellt daher ab sofort ein Update bereit, um die Sicherheitslücke zu schließen.

Lücke möglicherweise bei weiteren Prozessoren

Betroffen sind Computer mit Prozessoren, die in den Jahren 2019 bis 2021 auf den Markt kamen. Es sei auch nicht auszuschließen, dass die Lücke auch bei anderen Prozessoren existiere. Es hätten aber nicht alle getestet werden können, so Schwarz.  

Ob und welchem Ausmaß die Sicherheitslücke bislang ausgenutzt wurde, können die Forscher nicht sagen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 10.08.2022 berichtet.

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