Die SHG-Klinik Völklingen. (Foto: imago/Becker&Bredel)

SHG-Geschäftsführer weist Altmeyer-Behauptung zurück

Thomas Gerber   12.10.2018 | 18:33 Uhr

In Zusammenhang mit der Freistellung des Verwaltungsdirektors der Klinik Völklingen, Rudolf Altmeyer, hat die Geschäftsführung der SHG Vorwürfe gegen die Aufsichtsgremien der Gesellschaft zurückgewiesen. Altmeyer hatte behauptet, diese hätten ihm die umstrittenen 15.000 Euro als eine Leistungsprämie zugesprochen.

In einer Stellungnahme hatte Altmeyer erklärt, „Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der SHG" hätten "auf ihrer Sitzung am 26.08.2014 die Jahresabschlüsse und Prüfberichte für 2013 beraten, verabschiedet und beschlossen, die mir arbeitsvertraglich zustehende Leistungsprämie auszuzahlen.“

Geschäftsführer Alfons Vogtel sagte dem SR, diese Behauptung sei falsch. Richtig sei, dass Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung die Jahresabschlüsse und Prüfberichte für das Jahr 2013 in den Sitzungen beraten und beschlossen hätten. Mit der Auszahlung von Leistungsprämien an Herrn Altmeyer hätten sich zu diesem Termin weder der Aufsichtsrat noch die Gesellschafterversammlung befasst.

Diese falsche Behauptung von Herrn Altmeyer, so Vogtel weiter, sei umso befremdlicher als er an der Aufsichtsratssitzung persönlich teilgenommen habe und deshalb wissen müsste, dass seine Leistungsprämie keine Thema gewesen sei.

Altmeyer soll sich zu Unrecht eine Prämie von 15.000 Euro erschlichen haben. Deshalb war er Ende September als Verwaltungsdirektor freigestellt worden. Die SHG hatte zudem Strafanzeige gegen den 62-Jährigen wegen des Verdachts der Untreue erstattet.

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