Eine Person schaut sich auf dem Computer Nacktaufnahmen an. (Foto: picture alliance/dpa | Marcus Brandt)

Erpressungsversuche mit Nacktvideos

  11.04.2022 | 12:50 Uhr

Mehrfach sind in den vergangenen Wochen Männer im Raum Kaiserslautern Opfer eines Erpressungsversuches über eine Social-Media-Plattform geworden. Die Opfer wurden dazu gebracht, sich in einem Videochat auszuziehen und anschließend mit den Nacktaufnahmen erpresst.

7000 Euro verlangte eine bislang unbekannte Frau am vergangenen Samstag von einem 36-Jährigen aus dem Raum Kaiserslautern, den sie kurz zuvor über eine Social-Media-Plattform kennengelernt hatte. In einem Videochat hatte sie den 36-Jährigen dazu gebracht, sich gemeinsam mit ihr vor laufender Kamera auszuziehen, teilte die Polizei mit.

Kurz darauf schickte die Frau dem Opfer eine Nachricht und forderte die 7000 Euro - ansonsten werde sie das Video veröffentlichen.

Solche Fälle seien in den vergangenen Tagen häufiger vorgekommen, wie die Polizei mitteilte. Sie hat die Ermittlungen aufgenommen und mahnt Internetnutzer zur Vorsicht.

Wie man sich vor "Sextorsion" schützen kann

"Sextorsion" heißt diese Betrugsmasche und setzt sich aus "Sex" und "Extortion" - englisch für Erpressung - zusammen. Um sich davor zu schützen, solle man zum Beispiel zurückhaltend mit der Angabe von persönlichen Daten sein. Zudem solle man nicht zu schnell einem Videochat zustimmen und im Zweifel die Chatkamera zunächst abkleben. Vor allem sollte man keinen intimen Handlungen in einem Videochat zustimmen, wenn man die Person erst seit kurzem kenne.

Falls man doch Opfer der Betrugsmasche wird, rät die Polizei dazu, kein Geld zu überweisen. Die Erpressung höre nach der Zahlung meistens nicht auf. Stattdessen solle man Anzeige erstatten und unter anderem die Chatverläufe und Nachrichten per Screenshot sichern.

Mehr zu der Betrugsmasche "Sextorsion" und weitere Tipps hat die Polizei auf einer Seite zu Gefahren im Internet zusammengefasst.

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