Kindergräber auf einem Friedhof (Foto: picture alliance / dpa / David Ebener)

Erstmals vergebener Selbsthilfepreis geht an "SternenEltern"

  11.08.2018 | 13:14 Uhr

Die gesetzlichen Krankenkassen im Saarland haben am Samstag den ersten saarländischen Selbsthilfepreis verliehen. Er ist mit 1000 Euro dotiert und geht an die Initiative "SternenEltern Saarland". Der gemeinnützige Verein mit Sitz in Saarwellingen unterstützt Eltern und Angehörige, die ein Kind während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt verloren haben.

Die Mitglieder von "SternenEltern Saarland" kümmern sich etwa um würdevolle Fotos, Fußabdrücke oder unterstützen bei der Trauerrede. Die Jury zeigte sich sehr beeindruckt von der berührenden Art und Weise, der Konsequenz und von dem großen Engagement, mit dem der Verein SternenEltern das Tabuthema in die Öffentlichkeit bringe und den Betroffenen beistehe. Dadurch würden nicht nur die seelischen Belastungen abgemildert, es könnten vielmehr auch Folgeerkrankungen wie Depression oder Suchterkrankungen erfolgreich vermieden werden, so die Jury.

Ehrenamtliches Engagement bekannter machen

Mit dem Selbsthilfepreis soll den Angaben zufolge das ehrenamtliche Engagement in der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe gewürdigt und bekannter gemacht. Im Saarland gibt es etwa 700 Selbsthilfegruppen. Um den Preis beworben hatten sich 13 Organisationen, zudem wurden vier Einzelpersonen vorgeschlagen. Der Preis wurde im Rahmen des zweiten Saarländischen Selbsthilfetages in Saarbrücken verliehen.


Panorama
Sternenkinder: Erinnerungen für die Ewigkeit
Es gibt in Deutschland mehrere Initiativen, die sich für Sternenkinder und ihre Hinterbliebenen einsetzen. Eine davon ist auch die mit Deutschen Engagementpreis ausgezeichnete Initiative "Dein Sternenkind" - ein Zusammenschluss von knapp 600 Fotografen bundesweit, die ehrenamtlich und kostenlos Sternenkinder fotografieren, also Kinder, die tot zur Welt kamen oder kurz nach der Geburt gestorben sind. SR.de hat mit einer Saarbrücker Fotografin und einer betroffenen Mutter über das Engagement, die Fotos und das Schicksal dahinter gesprochen.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3 Rundschau vom 11.08.2018 berichtet.

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