Weihbischof Franz Josef Gebert mit Schwester Waltraud Schnitker (links) und Schwester Claudia Meyer (Foto: Ute Kirch/Bistum Trier)

Letzte Schwestern verlassen Wallerfanger Konvent

  07.12.2022 | 16:07 Uhr

Der Konvent der Barmherzigen Schwestern in Wallerfangen wird aufgelöst. Damit verlassen nach 174 Jahren die beiden letzten verbliebenen Ordensschwestern das St. Nikolaus-Hospital.

Mit einem Pontifikalamt in der Pfarrkirche St. Katharina mit dem Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert sind am Dienstag Waltraud Schnitker und Claudia Meyer verabschiedet. Sie waren die letzten beiden verbliebenen Schwestern vom heiligen Karl Borromäus im St. Nikolaus-Hospital in Wallerfangen. Das hat das Bistum Trier am Mittwoch mitgeteilt.

„Tiefer Einschnitt“

Die beiden Schwestern kehren ins Mutterhaus der Borromäerinnen nach Trier zurück, der Konvent in Wallerfangen wird aufgelöst. Sowohl Weihbischof Gebert als auch Dominique Villeroy de Galhau, Vorsitzender der Sophienstiftung, bedauerten den notwendigen Weggang. Villeroy de Galhau sagte, es sei ein „tiefer Einschnitt in die Verfasstheit“ der Stiftung, die das Krankenhaus trägt. Man wolle es in ihrem Sinne weiterführen.

Schwestern seit 174 Jahren in Wallerfangen

Wohlhabende Wallerfanger Bürger hatten 1838 den Armenverein gegründet. Auf dessen Bitten kamen 1848 die ersten drei Barmherzigen Schwestern aus Nancy nach Wallerfangen. Zu Hoch-Zeiten lebten in der Gemeinde rund 20 Borromäerinnen.

„Ich habe immer gedacht, von hier wegzugehen werde unglaublich schwer“, so Schwester Claudia Meyer, die 13 Jahre lang in Wallerfangen lebte. „Doch seit einem Jahr bin ich gesundheitlich angeschlagen und nun dankbar, dass ich Abschied nehmen darf.“

Der eigentliche Umzug steht in einigen Tagen an.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 07.12.2022 berichtet.

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