Die Aktion "Schutzschleife" will die Landesregierung für mehr Solidarität mit Einsatz- und Rettungskräften werben. (Foto: SR/Carolin Dylla)

Schutzschleife als Zeichen der Solidarität

Carolin Dylla / Onlinefassung: Kai Forst   27.11.2018 | 20:17 Uhr

Mit einer blau-rot-weißen Schutzschleife will die Landesregierung für mehr Solidarität mit Einsatz- und Rettungskräften werben. Innenminister Bouillon sagte, wer die Schleife trage, der demonstriere, dass Angriffe und Drohungen gegen Einsatzkräfte nicht hingenommen werden dürften.

Knapp 500 Straftaten allein gegen Polizeibeamte gab es laut Innenministerium im vergangenen Jahr. Aber auch Einsatz- und Rettungskräfte der Feuerwehr, der Malteser oder des Technischen Hilfswerkes seien einer zunehmenden Verrohung und Respektlosigkeit ausgesetzt, sagte Innenminister Klaus Bouillon (CDU). Dagegen will sein Ministerium ein Zeichen setzen: die so genannte Schutzschleife.

Video [aktueller bericht, 27.11.2018, Länge: 2:34 Min.]
Solidaritätskampagne für Rettungskräfte

Sechs Monate Haft bei Angriffen auf Rettungskräfte

Bürgerinnen und Bürger, die ihre Solidarität mit den Einsatzkräften ausdrücken wollen, können sich die blau-weiß-rote Schleife ab sofort kostenlos bestellen und an die Kleidung heften. Zudem plant Bouillon auf der am Mittwoch beginnenden Innenministerkonferenz eine gemeinsame Initiative mit Hessen. Demnach sollen Angriffe auf Rettungskräfte in Zukunft mindestens mit sechs Monaten Gefängnis bestraft werden.

Schutzschleife als Zeichen der Solidarität
Audio [SR 3, Carolin Dylla, 28.11.2018, Länge: 02:09 Min.]
Schutzschleife als Zeichen der Solidarität

Der Innenminister räumte ein, dass die Gewalt gegen Polizeikräfte mit mehr Personal wohl besser in den Griff zu bekommen sei. Der Abbau von 110 weiteren Stellen sei aber Teil der Sparvorgaben des Bundes – und insofern nicht zu ändern.

Artikel mit anderen teilen