Eine Krankenschwester auf der Infektionsstation eines Krankenhauses betrachtet in Schutzkleidung und mit einer Atemmaske zwei Abstrichröhrchen.  (Foto: Bernd Thissen/dpa)

Schutzausrüstung wird knapp

Steffani Balle   24.03.2020 | 07:00 Uhr

Im Kampf gegen das Coronavirus geht den saarländischen Ärzten die Schutzkleidung aus. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) sagte dem SR, die versprochene große Lieferung aus Berlin sei nur zu einem Bruchteil angekommen.

Zu wenig Schutzausrüstung im Saarland
Audio [SR 3, Steffani Balle, 24.03.2020, Länge: 01:02 Min.]
Zu wenig Schutzausrüstung im Saarland

Von 30.000 bestellten Sets bestehend aus je einem Schutzanzug, vier Masken und einer Schutzbrille seien bislang lediglich 170 ins Saarland geliefert worden, sagte der Vorsitzende der KV, Gunter Hauptmann, im SR-Gespräch. Allerdings sei das Saarland nicht schlechter weggekommen als die anderen Bundesländer. Auch die beklagten dasselbe Problem.

Jetzt stelle sich, so Hauptmann, die Frage, wer diese Schutzausrüstung zuerst bekommen soll. Dialyse-Praxen und HNO-Ärzte stehen dabei ganz oben auf der Liste.

Hoffen auf weitere Schutzkleidung

Weil zwar versprochen, aber eben nicht klar sei, dass mehr Ausrüstung kommt, hat Hauptmann bei der Virologie in Homburg nachgefragt, ob man diese Schutzkleidung auch gefahrlos mehrfach anlegen könne. Jürgen Rissland, Virologe an der Uniklinik Homburg, bestätigte ihm, dass die Viren über Nacht getötet würden, wenn die Schutzkleidung entsprechend aufgehängt werde. Hauptmann erwartet jetzt, dass die Bundesregierung ihr Versprechen einlöst und sehr bald eine ordentliche Menge an Schutzkleidung liefert.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 23.03.2020 berichtet.

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