Müll im Wald (Foto: Sebastian Knöbber)

Hinweisschilder zum Schutz des Waldes sind gefragt

  02.01.2021 | 12:29 Uhr

Die vom Saarforst-Landesbetrieb gemeinsam mit dem Umweltministerium entwickelten Hinweisschilder zu den Verrottungszeiten von Müll sind auch über die Grenzen des Saarlandes hinaus gefragt. 2020 gab es laut Ministerium zahlreiche Anfragen von Organisationen, Kommunen und Privatleuten aus anderen Bundesländern nach dem Motiv.

Mit den Schildern will das saarländische Umweltministerium seit Sommer 2019 den Walbesucherinnen und -besuchern verdeutlichen, wie lange Abfall braucht, um zu verrotten. Unter anderem die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald nutzt nach Auskunft des Umweltministeriums die Grafik der saarländischen Hinweisschilder für ihre Öffentlichkeitsarbeit. Auch in Bayern, Hessen, Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt verwenden Vereine und Kommunen die Darstellung.

Weiterhin hohe Entsorgungskosten

Trotz der Schilder stagniert laut saarländischem Umweltministerium die Menge an illegal im Staatswald entsorgten Müll auf hohem Niveau. So lagen bis Ende November die Entsorgungskosten dafür mit rund 180.000 Euro in etwa auf Vorjahresniveau. Allerdings seien coronabedingt in den vergangenen elf Monaten auch deutlich mehr Menschen in den saarländischen Wäldern unterwegs gewesen als in den Jahren zuvor. Seit 2015 seien die Entsorgungskosten bis 2019 kontinuierlich gestiegen.

"Diejenigen, die ihren Müll illegal im Wald hinterlassen, verhalten sich im höchsten Maße asozial. Sie gefährden nicht nur die Biodiversität und schlimmstenfalls auch unser Grundwasser, sondern belasten auch die Gesamtheit der Steuerzahlerinnen und -zahler", sagt Saarlands Umweltminister Reinhold Jost (SPD).

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