Josef Schun, Leiter der Berufsfeuerwehr Saarbrücken (Foto: imago/Becker&Bredel)

Schun siegt mit Unterlassungsantrag

  25.09.2019 | 18:39 Uhr

Nachdem das Oberverwaltungsgericht Anfang des Monats seine Rückkehr ins Amt angeordnet hatte, hat der umstrittene Chef der Saarbrücker Berufsfeuerwehr Josef Schun nun einen weiteren juristischen Sieg erzielt. Das Verwaltungsgericht gab ihm im Streit mit dem städtischen Personalrat um Äußerungen in einer Pressemitteilung Recht.

Personalratschef Bernd Schumann hatte sich im März öffentlich in den Feuerwehrstreit eingeschaltet und habe den Eindruck vermittelt, dass Schun allein Schuld an der Misere sei. Eine Rückkehr Schuns in die Feuerwache störe den Betriebsfrieden, die Leute seien erleichtert, dass er ins Brandschutzreferat versetzt worden sei, hieß es in der Mitteilung.

Verstoß gegen Sachlichkeitsgebot

Für das Gericht verstieß Schumann mit diesen Äußerungen gegen das Gebot der Sachlichkeit, ließ emotionale Distanz vermissen und beschädigte Schuns Berufsehre aufs Schwerste. Zumal Schun in den vorangegangenen Verfahren vor dem Verwaltungsgericht jeweils gegen die Stadt obsiegt habe. Schuns Persönlichkeitsrechte jedenfalls seien durch die Äußerungen verletzt worden, Schumann habe sie zu unterlassen. Bei Zuwiderhandlung drohe ein Ordnungsgeld.

Ob Schumann gegen den Beschluss Beschwerde einlegt, das soll der Personalrat auf seiner nächsten Sitzung entscheiden. Schun selbst ist bis Mitte November zur Hospitanz nach Dortmund abgeordnet. Wie es danach weitergeht, ist derzeit völlig offen.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 25.09.2019 berichtet.

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