Der ehemalige Homburger Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (Foto: picture alliance/dpa | Oliver Dietze)

Schneidewind geht in Revision

Mit Informationen von Thomas Gerber   29.01.2021 | 13:01 Uhr

Der suspendierte Homburger Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD) will gegen das Untreue-Urteil in Revision gehen. In der „Detektivaffäre“ war er am Mittwoch zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Schneidewind kündigte am Freitag an, gegen das Urteil vorzugehen. Er reagiere damit auf die Ankündigung der Staatsanwaltschaft, das Urteil nicht zu akzeptieren. Das Landgericht hatte ihn am Mittwoch wegen Untreue zu einer Geldstrafe von 10.800 Euro verurteilt und war damit deutlich unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft geblieben.

Erneute Entschuldigung

Mit der eigenen Revision will Schneidewind seine Rechte im Verfahren wahren. Zugleich räumte er erneut Fehler ein. Er hätte den Vertrag mit der Detektei früher kündigen müssen, so Schneidewind. Unabhängig davon, dass das Landgericht den entstandenen Schaden lediglich auf 72.920 Euro beziffert habe, sei er nach wie vor bereit, 81.000 Euro zur Wiedergutmachung an die Stadt zu zahlen.

Schneidewind entschuldigte sich erneut für seinen Fehler und bedankte sich zugleich für den erhaltenen Zuspruch – insbesondere bei der SPD.

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