Verschneite Straßen behindern den Verkehr (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

41 Unfälle durch Schneeglätte

  01.12.2020 | 09:08 Uhr

Nach den Schneefällen der Nacht zum Dienstag hat die Polizei im Saarland bislang 41 Unfälle registriert. Zudem kam es wegen glatter Straßen zu Verkehrsbehinderungen, auch im Busverkehr. Mittlerweile hat sich die Lage wieder beruhigt und mit einem größeren Wintereinbruch ist laut Wetterexperten erst einmal nicht mehr zu rechnen.

Die Unfälle ereigneten sich nach Angaben der Polizei vor allem in den Landkreisen Merzig-Wadern, Saarlouis, Saarbrücken und Neunkirchen. Laut Polizei verliefen die Unfälle überwiegend glimpflich, in den meisten Fälle blieb es bei Blechschäden. Auf der A8 bei Neunkirchen wurde allerdings ein Autofahrer leicht verletzt, als sein Kleintransporter gegen die Mittelschutzplanke prallte und sich dann überschlug.

Video [aktueller bericht, 01.12.2020, Länge: 3:25 Min.]
Unfälle durch Glätte nach Wintereinbruch

Auch im Busverkehr kam es zu Verspätungen und Ausfällen. So konnten zum Beispiel die Busse der Saarbahn im Raum Saarbrücken manche Höhenlagen wie den Eschberg oder Ensheim nicht anfahren. Laut der Saarbahn GmbH hat sich die Lage aber am Vormittag entspannt.

Kein größerer Wintereinbruch erwartet

So pünktlich wie in diesem Jahr kamen die ersten Schneeflocken in den vergangenen Jahren selten. Dennoch sei Anfang Dezember kein ungewöhnlicher Zeitpunkt für den ersten saarländischen Schnee, sagt ARD-Meteorologe Rainer Behrendt. Mit einem größeren Wintereinbruch sei aber erstmal nicht zu rechnen. Zwar könne im Laufe der Woche noch die ein oder andere Schneeflocke von Frankreich her über das Saarland ziehen, größtenteils bleibe es aber bei Regen, so Behrendt.

Ob der erste Schnee ein Hinweis auf weiße Weihnachten ist, kann der Wetterexperte noch nicht beantworten. Verlässliche Voraussagen ließen sich frühestens zehn Tage vorher machen. "Die letzten Jahre haben aber gezeigt, dass hochwinterliche Weihnachten eher selten sind", ergänzt er.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 01.12.2020 berichtet.

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