Elekroauto an einer Ladesäule (Foto: picture alliance/dpa | Frank Molter)

Neunkirchen bundesweites Schlusslicht bei Ladesäulen

Maximilian Friedrich   08.08.2021 | 11:00 Uhr

In keinem deutschen Landkreis mit mehr als 100.000 Einwohnern gibt es so wenige öffentlich zugängliche Ladesäulen wie in Neunkirchen. Das zeigt eine Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag. In den anderen saarländischen Landkreisen sieht es mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur besser aus.

Elektro oder Verbrenner? Diese Frage stellen sich beim Autokauf immer mehr Menschen. Für die Entscheidung ist auch wichtig, wie es mit dem Ausbau der Ladesäulen aussieht.

Im Landkreis Neunkirchen überzeugen die Zahlen nicht. In keinem deutschen Landkreis mit mehr als 100.000 Einwohnern gibt es weniger öffentliche Ladesäulen. Das zeigt die Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag.

36 E-Autos pro Ladesäule

Insgesamt gibt es im Landkreis Neunkirchen 16 öffentliche Ladestationen. Auf diese Stationen kommen 578 E-Autos, wie das saarländische Verkehrsministerium auf SR-Anfrage mitteilte. Damit müssen sich im Schnitt 36 Autos einen Ladepunkt teilen.

In den anderen saarländischen Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken sieht es für Menschen mit E-Autos besser aus.

Im Regionalverband Saarbrücken liegt die Quote bei etwa zehn E-Autos pro öffentlich zugänglicher Ladesäule. Die Landkreise Saarlouis und Saarpfalz-Kreis liegen mit gut 13 Autos pro Ladesäule genau im Bundesschnitt.

In den Landkreisen Merzig Wadern (16 Autos pro Säule) und St. Wendel (19 Autos pro Säule) ist der Ausbau ein wenig schlechter.

Bundes-Grüne fordern Förderprogramm

Bundesweit gibt es in gut zwei Drittel der Gemeinden keine öffentlichen Ladesäulen, betonen die Grünen. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir fordert deshalb ein Förderprogramm für den ländlichen Raum.

"Wir brauchen ein Programm, das entsprechend höhere Zuschüsse vorsieht. Auch die von Bundesverkehrsminister Scheuer geplanten Ausschreibungen von Schnellladestandorten müssen rein in den ländlichen Raum. Wir brauchen Investitionen überall, nicht allein in den Ballungsgebieten."

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 08.08.2021 berichtet.

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