Archäologe mit einem Metalldetektor (Symbolbild) (Foto: picture alliance/Sebastian Willnow/dpa)

Schatzgräber in Bubach erwischt

  16.09.2018 | 13:48 Uhr

Am Freitagabend hat die Polizei im St. Wendeler Stadtteil Bubach drei mutmaßlich illegale Schatzgräber erwischt. Die drei jungen Männer hatten bereits mehr als 30 Münzen ausgegraben.

Mit einem Nachtsichtgerät hatte ein Jäger die drei Männer im Alter zwischen 28 und 36 Jahren zufällig beobachtet. Sie waren mit einem Metalldetektor unterwegs und führten Grabungen in einem Bereich durch, an dem sich eine römische Villa befinden soll.

Der Jäger alarmierte daraufhin die Polizei. Die Beamten konnten die drei Männer aus dem benachbarten Krottelbach in der Pfalz stoppen. Dabei stellten sie auch über 30 Münzen sicher, die die Männer an diesem Abend und in den Tagen zuvor ausgegraben hatten.

Suchen und Ausgraben muss extra genehmigt werden

Schon für das reine Absuchen eines Gebietes mit Metalldetektoren benötigen Privatpersonen im Saarland eine Sondergenehmigung. Diese Genehmigung wird nach Angaben des Landesdenkmalamtes aber nur in sehr wenigen Fällen und unter strengen Auflagen ausgestellt. Wird etwas gefunden, ist für die Ausgrabung eine weitere Genehmigung erforderlich.

Weitere Informationen
Schatzsuche im Saarland [29.04.2018]
Der Jahrhundertfund des Blauzahnschatzes in Norddeutschland durch ehrenamtliche Denkmalpfleger hat für Aufsehen gesorgt. Auch hier zu Lande gibt es möglicherweise noch verborgene Schätze. Ist so ein Fund auch im Saarland möglich und lohnenswert für seinen Entdecker?

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 16.09.2018 berichtet.

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