Sammlung einer Puppenerbin in Sarreguemines (Foto: SR)

Schatz einer Puppensammlerin

Felix Schneider / Onlinefassung: Melina Miller   13.01.2021 | 16:43 Uhr

30 Jahre lang hat Denise Gross, die Puppensammlerin aus Sarreguemines, Puppen aus dem Müll gerettet. Nun versucht ihre Erbin, die Sammlung von rund 8000 Puppen an Interessierte und Sammler zu verkaufen - damit sie nicht wieder im Müll landen.

In jedem Raum des Hauses liegen die Schätze von Marie-Noëlle Becks Tante. Circa 8000 Puppen hat sie geerbt. "Die erste Puppe hat meine Tante auf dem Müll gefunden und mit nach Hause genommen", erzählt Beck. Danach machte sie sich jeden Samstag auf die Suche nach neuen Schätzen. Nach und nach seien immer mehr dazu gekommen, manchmal 30 bis 40 Stück an einem Tag.

Die Sammlung braucht viel Platz. Ein Raum nach dem anderen wurde gefüllt und sogar ein Gartenhaus habe die Tante extra für ihre Puppen gebaut. Mit dem Zählen habe sie irgendwann aufgehört - wo sie eine bestimmte Puppe gefunden habe, habe ihre Tante aber auch mit 89 Jahren noch genau gewusst, sagt Beck.

Schon 400 Puppen verkauft

Nach dem Tod ihrer Tante im November 2020 ging das Haus mitsamt der Puppen an Marie-Noëlle Beck und ihren Bruder über. Da sie selbst keine Sammlerin ist, will sie die Puppen nun verkaufen: Über Facebook, Inserate in der Zeitung und im Internet. "Wir wollen sie verkaufen, damit sie nicht wieder auf den Müll kommen, sondern jemanden finden, der Puppen mag. Damit sie dort ein schönes neues Leben haben. Das würde meine Tante sicherlich sehr freuen."

Ab zwei Euro können Interessierte eines der Sammlerstücke kaufen. 400 Puppen haben schon ein neues Zuhause gefunden - einige Erinnerungspuppen hat sich die Erbin aber natürlich gesichert. Bis Ende Februar sollen alle Puppen ausgezogen sein.

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