Ein Staatsanwalt sitzt hinter einem großen Aktenstapel. (Foto: dpa/Wolfram Kastl)

Saarwellingen: Neue Details zum tödlichen Unfall

Thomas Gerber   06.11.2017 | 11:08 Uhr

Zu dem verheerenden Verkehrsunfall in der Saarwellinger Bahnhofstraße sind weitere Einzelheiten bekannt geworden. Wie die Staatsanwaltschaft dem SR mitteilt, war der Unfallverursacher mit seinem Wagen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs.

Ein Gutachter habe ein Tempo von 130 bis 140 Stundenkilometer ermittelt. Zudem seien keinerlei Bremsspuren festgestellt worden. Bei einer toxikologischen Untersuchung seien im Blut des 26-Jährigen "psychoaktive Substanzen" festgestellt worden. Darunter auch solche, die bei epileptischen Erkrankungen eingesetzt werden. Die Konzentrationen seien allerdings nur gering gewesen. Eine "medikamentenbedingte Fahruntüchtigkeit" sei daraus nicht mit der erforderlichen Sicherheit nachweisbar.

Ermittlungen noch nicht abgeschlossen

Ob der 26-Jährige aufgrund eines epileptischen Anfalls die Kontrolle über seinen Wagen verloren hatte, sei derzeit noch unklar und müsse voraussichtlich durch ein rechtsmedizinisches Gutachten geklärt werden. Die Staatsanwaltschaft betonte, dass die Ermittlungen wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung noch nicht abgeschlossen seien.

Bei dem Unfall war Ende August die 43 Jahre alte Fahrerin getötet worden. Ihre zwölf Jahre alte Tochter, die mit im Wagen saß, ist inzwischen ihren schweren Verletzungen erlegen. Der 26-Jährige war mit seinem Auto ungebremst auf den Wagen der 43-Jährigen aufgefahren. Danach rammte er noch mehrere parkende Fahrzeuge. Der Unfallverursacher selbst wurde schwer verletzt, weitere Personen erlitten leichte Verletzungen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 06.11.2017 berichtet.

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