Fallschirmjäger der Bundeswehr bei ihrem Evakuierungseinsatz in Afghanistan (Foto: picture alliance/dpa/Bundeswehr | Marc Tessensohn)

Saarlandbrigade bewertet Evakuierungsmission positiv

Eva Lippold   09.09.2021 | 13:12 Uhr

Brigadegeneral Jens Arlt von der Saarlandbrigade hat ein positives Fazit der Evakuierungsmission in Afghanistan gezogen. Unter den gegebenen Umständen sei das Maximale erreicht worden. Wegen der Kürze der Zeit habe man aber nicht allen Menschen helfen können.

Auf politischer Ebene mag es ein Fiasko gewesen sein – doch auf der operativen Ebene zieht Brigadegeneral Jens Arlt eine sehr positive Bilanz der Evakuierungsmission in Afghanistan: "In der Zeit, die wir gehabt haben, haben wir das Maximale erreicht", sagte Arlt am Donnerstagmorgen in der Graf-Werder-Kaserne in Saarlouis.

Es sei ein Wettlauf mit der Zeit gewesen. Das Ziel: So viele Menschen wie möglich unversehrt aus Afghanistan zu retten und auch die eigenen Leute unversehrt nach Deutschland zurückzubringen. Ein Einsatz unter chaotischsten Umständen, konstant hoher Anspannung, ständiger akuter Lebensgefahr und mit extrem wenig Schlaf.

Video [aktueller bericht, 09.09.2021, Länge: 2:34 Min.]
Kommandeur der Saarlandbrigade zieht positive Bilanz zu Afghanistaneinsatz

Alle Soldaten körperlich unversehrt

Afghanistan-Evakuierungsmission: Eine persönliche Bilanz von Brigadegeneral Arlt
Audio [SR 3, Eva Lippold, 09.09.2021, Länge: 03:14 Min.]
Afghanistan-Evakuierungsmission: Eine persönliche Bilanz von Brigadegeneral Arlt

Am Ende sei der Plan aufgegangen, sagte Jens Arlt: 5347 Menschen, darunter 138 Ortskräfte mit ihren Familienangehörigen, konnten in der elf Tage andauernden Luftbrücke ausgeflogen werden. Alle 600 Soldatinnen und Soldaten sind körperlich unversehrt von ihrem Einsatz zurückgekehrt.

Was bleibt, sei aber auch das Gefühl, dass man vielen Menschen in der Kürze der Zeit eben nicht habe helfen können. Das treibe viele Soldatinnen und Soldaten und auch ihn selbst um, sagte Arlt, der für seinen Einsatz das Bundesverdienstkreuz erhalten wird. Nach knapp zwei Wochen, in denen die Soldaten das Erlebte zu Hause bei ihren Familien verarbeiten konnten, soll es eine Nachbereitung geben.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 09.09.2021 berichtet.

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