Eine Studentin sitzt mit Laptop und Büchern zuhause am Schreibtisch (Foto: picture alliance / Zoonar | lev dolgachov)

Fast jeder dritte Saar-Studierende in dualem Studiengang

  20.04.2022 | 11:41 Uhr

Das Saarland ist deutschlandweit Spitzenreiter bei den Studierenden in dualen Studiengängen. Fast jeder dritte Studierende wählt hier den Weg mit Ausbildung und gleichzeitigem Studium. Den größten Anteil an dualen Studiengängen gibt es im Bereich Gesundheitswissenschaften.

Mit 29,6 Prozent liegt der Anteil dualer Studierender im Saarland deutlich über dem Bundesschnitt von 4,2 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) und des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung (f-bb) hervor.

Hoher Anteil an Hochschule für Prävention

In keinem anderen Bundesland ist der Anteil Studierender in dualen Studiengängen so hoch wie im Saarland. Besonders viele sind es an Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Hier studierten im Wintersemester 2019/20 nach den Ergebnissen von CHE und f-bb 8466 und damit 57,4 Prozent in einem dualen Studiengang.

Die Studienmacher erklären dieses Ergebnis unter anderem mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, die zwar deutschlandweit agiere, aber im Saarland ansässig sei. Dafür spricht auch, dass 7154 der dual Studierenden an dieser Hochschule eingeschrieben sind.

29 duale Studienangebote im Saarland

Insgesamt gibt es im Saarland 29 duale Studienangebote. Das entspricht einem Anteil von zehn Prozent am gesamten Studiengangebot. Die Mehrzahl der Angebote gibt es im Bachelorbereich (21 Prozent). Der Anteil dualer Angebote in Masterstudiengängen liegt hingegen nur bei zwei Prozent.

Den größten Anteil haben dabei die Gesundheitswissenschaften mit 62,5 Prozent. Deutlich dahinter liegen die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften (19,1 Prozent) und die Ingenieurswissenschaften (13,7 Prozent). Insgesamt gibt gibt es deutlich mehr Angebote in Bachelorstudiengängen (21 Prozent) als in Masterstudiengängen (2 Prozent)

Für die Studie haben CHE und f-bb von Oktober 2020 bis April 2022 die Befragungsergebnisse von etwa 700 Studiengangsleitungen, 3500 dual Studierenden und 1700 Vertretern der kooperierenden Unternehmen ausgewertet. Die Studie bezog sich dabei sowohl auf Hochschulen als auch auf Berufsakademien.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 20.04.2022 berichtet.

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