Ein Kind steht mit seinem Kuscheltier in einer Kindertagesstätte. (Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa)

Saarland soll Kinderschutzbeauftragten bekommen

  19.06.2020 | 16:07 Uhr

Im Saarland soll es künftig einen amtlichen Kinderschutzbeauftragten geben. Dieser Vorschlag gehöre zu den ersten Handlungsempfehlungen der saarländischen Kinderschutzkommission, erklärte Familienministerin Monika Bachmann (CDU) am Freitag in Saarbrücken.

Der oder die Beauftragte soll "Schnittstelle zwischen Politik, Betroffenen, Angehörigen und denen, die sich im Kinderschutz engagieren" sein. Als weitere Maßnahmen empfiehlt die Kommission den Angaben zufolge die Entwicklung verbindlicher Schutzkonzepte beispielsweise für Schulen und Sportvereine, kostenlose Online-Fortbildungsmodule für Fachpersonal sowie eine engere Vernetzung der verschiedenen Akteure im Bereich Kinderschutz.

300.000 Euro für Schutz von Kindern

"Ein wirksamer Kinderschutz ist eine der zentralen Aufgaben unserer Gesellschaft", betonte Bachmann. "Es sind die Kleinsten unter uns, die unsere Unterstützung und unsere Rückendeckung am meisten benötigen." Zur Stärkung des Kinderschutzes stünden für die Dauer von drei Jahren jährlich 300.000 Euro zur Verfügung.

Die saarländische Kinderschutzkommission hatte im August 2019 ihre Arbeit aufgenommen. Das interdisziplinär zusammengesetzte unabhängige Gremium ist beim Familienministerium angesiedelt. Es soll die vorhandenen Schutz- und Hilfesysteme bewerten und Rahmenkonzepte und Handlungsempfehlungen zum besseren Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt und Missbrauch erarbeiten.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 19.06.2020 berichtet.

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