Fingerscan zur Registrierung eine Flüchtlings (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Saarland bleibt Erst-Anlaufstelle für Geflüchtete

  05.09.2022 | 13:57 Uhr

Die Erstaufnahme-Einrichtungen in zwölf Bundesländern sind offenbar so ausgelastet, dass sie vorerst keine Geflüchteten mehr neu aufnehmen können. Im Saarland ist das aber weiterhin möglich. Laut Bundesinnenministerium sind kurzzeitige Sperren nicht ungewöhnlich.

Etwas mehr als 11.000 Geflüchtete haben sich seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine im Saarland registriert. In der Landesaufnahmestelle in Lebach leben derzeit noch etwa 200 davon. Das Saarland nimmt auch weiterhin Geflüchtete aus dem Kriegsgebiet auf.

Das ist nicht überall der Fall: Zwölf der 16 Bundesländer haben laut Medienberichten derzeit eine Sperre für Neuaufnahmen verhängt - unter anderem, weil ihre Erstaufnahme-Einrichtungen an die Kapazitätsgrenzen stoßen.

"Sperre nicht ungewöhnlich"

Das Bundesinnenministerium teilte dem SR mit, solche zeitweisen Sperren seien nicht ungewöhnlich. Teilweise liege das auch an Corona-Ausbrüchen in den Einrichtungen. Insgesamt verlaufe die Verteilung unter den Ländern nach der Registrierung in Erstaufnahmestellen weitgehend anhand der Vorgaben.

Im Saarland suchen die Kommunen weiterhin dringend Wohnraum für Geflüchtete.

Insgesamt sind rund 980.000 Menschen nach Deutschland geflüchtet, seit Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen hat.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 05.09.2022 berichtet.

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