Bildmontage: Symbolhaftes Teströrchen mit der Aufschrift Covid-19 positiv hinter einer Saarlandkarte (Foto: picture alliance/Weber/Eibner-Pressefoto, SR)

Impfquote bremst Anstieg der Inzidenz im Saarland

  23.10.2021 | 18:57 Uhr

Die Coronainzidenz im Saarland ist deutlich niedriger als im Bund. Der Virologe Jürgen Rissland sieht als Grund dafür unter anderem die höhere Impfquote im Saarland. Allerdings ist Rissland gegen ein Ende der epidemischen Lage.

Im Saarland sind nach Angaben des Robert Koch-Institutes 72,8 Prozent der Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Im Bund sind es hingegen nur 66,2 Prozent. Das könnte laut dem Homburger Virologen Jürgen Rissland ein Grund dafür sein, dass im Saarland die Sieben-Tage-Inzidenz mit 52,9 Fällen pro 100.000 Einwohnern deutlich unter dem bundesweiten Wert von 100,0 liegt.

Zudem sei sein Eindruck, dass im Saarland auch ohne Vorgaben der Regierung Schutzmaßnahmen beachtet würden. Oft würden beispielsweise Masken getragen und Abstände gehalten.

"Sehr überschaubare Zahl der Impfdurchbrüche"
Audio [SR 3, Interview Frank Hofmann / Dr. Jürgen Rissland, 23.10.2021, Länge: 04:21 Min.]
"Sehr überschaubare Zahl der Impfdurchbrüche"

Im SR-Interview sprach Rissland sich gegen ein Ende der epidemischen Lage in Deutschland aus. Er befürchtet dadurch uneinheitliche Regeln in den 16 Bundesländern. Nur bei Feststellung der epidemischen Lage könne der Bund bundesweite Anordnungen zum Pandemiemanagement treffen. Zudem würde das Ende der Lage signalisieren, dass die Pandemie vorbei sei.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) befürwortet ein Auslaufen der epidemischen Lage Ende November. Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat diesen Vorschlag unterstützt.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 23.10.2021 berichtet.

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