Ein Wildschwein steht im Freigehege (Foto: picture alliance/Lino Mirgeler/dpa)

Saarland für Afrikanische Schweinepest gerüstet

  10.09.2020 | 16:44 Uhr

Das Saarland sieht sich auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in der Region gut vorbereitet. Das Land habe in den letzten zwei Jahren vielfältige Vorsorgemaßnahmen getroffen, sagte Umweltminister Jost.

Betroffene Wildschweine müssten bei einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) schnell erkannt und entfernt werden, sagte Umweltminister Reinhold Jost (SPD). Das Land arbeite dazu unter anderem mit den Jagdverbänden zusammen.

Aktuell stünden elf speziell geschulte Suchhunde zur Verfügung, die an Schweinepest verendete Wildschweine im Gelände schnell finden könnten. „Wir wollen künftig noch weitere Hunde dafür ausbilden,“ sagte Jost. Auch ein 30 Kilometer langer Elektrozaun zur Eingrenzung eines betroffenen Gebietes war angeschafft worden.

Keine Gefahr für Menschen

Die afrikanische Schweinepest hat inzwischen auch Deutschland erreicht. Ein Fund in Brandenburg wurde am Donnerstag bestätigt. Die Krankheit ist für Menschen ungefährlich, könnte aber zu Absatzeinbußen bei Schweinefleisch führen.

Vor zwei Jahren war im Dreiländereck Frankreich-Luxemburg-Belgien bei einem tot aufgefundenen Wildschweinen ASP nachgewiesen worden. Noch sei der Ausbruch dort nicht erloschen, auch wenn die ASP-Fallzahlen im Laufe des Jahres 2019 deutlich zurückgegangen seien, sagte Jost.

Über dieses Thema berichten die SR-Hörfunknachrichten am 10.09.2020.

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