Feuerwehrleute löschen einen Waldbrand (Foto: dpa/Susan Ebel)

Jost sieht Saarland für Waldbrände gerüstet

Carolin Dylla / Onlinefassung: Anne Staut   24.07.2018 | 18:13 Uhr

Umweltminister Reinhold Jost sieht das Saarland für mögliche Waldbrände gut gerüstet. Für Deutschland befürchten Experten hingegen, dass die Feuerwehren im Ernstfall nicht vorbereitet und nur unzureichend ausgerüstet seien.

Die Rheinische Post hatte am Dienstag berichtet, weder der Bund noch die Länder hätten Löschflugzeuge, sie könnten nur auf Hubschrauber der Bundeswehr und einzelner Landespolizeibehörden zurückgreifen.

Erhöhte Waldbrandgefahr im Saarland

Bei der anhaltenden Hitze besteht nach Angaben von Jost auch im Saarland eine erhöhte Waldbrandgefahr. Besondere Vorsicht ist in den ländlichen Gebieten nötig: denn hier gibt es mehr Wald und somit eine höhere Wahrscheinlichkeit für Waldbrände.

Laut dem Umweltminister sind die Feuerwehren aber gerade in diesen Gebieten gerüstet, zum Beispiel mit speziellen Tankfahrzeugen. Im Ernstfall könne außerdem das Technische Hilfswerk mit Know-How und Gerät einspringen.

Feuerwehren gut vorbereitet

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Das Innenministerium – die zuständige Behörde für den Katastrophenschutz – überprüfe darüber hinaus mögliche Schwachstellen bei der Bekämpfung von Waldbränden, um diese zu beheben.

Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, Bernd Becker, bestätigt die Einschätzungen des Umweltministers. Zwar gebe es in puncto Ausrüstung und Personal regionale Unterschiede, grundsätzlich sieht er die saarländischen Feuerwehren aber gut aufgestellt. Solange eventuelle Waldbrände nicht das Ausmaß einer Katastrophe annähmen, seien sie zu stemmen, so Becker.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 24.07.2018 berichtet.

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