Eine Anlage zur Messung der Feinstaub- und Stickstoffoxid-Belastung,  (Foto: dpa)

Feinstaub-Grenzwerte nur selten überschritten

  27.12.2019 | 12:07 Uhr

Noch nie wurden im Saarland die Tagesgrenzwerte für Feinstaub so selten überschritten wie in diesem Jahr. An den insgesamt sieben Messstationen lag der Tagesmittelwert 2019 zehnmal über dem zulässigen Grenzwert. 2006 waren es noch 146 Überschreitungen.

Es ist Staub, aber so fein, dass er sich verhält wie Gas. Und genau darum ist er für den menschlichen Körper so gefährlich. Weil die Teilchen, die etwa bei der Verbrennung von Benzin produziert werden, so klein sind, dass sie bis in die Lungenbläschen vordringen können. Das kann zu Atemwegsinfektionen führen und langfristig das Herz-Kreislaufsystem angreifen.

Grenzwertüberschreitungen auf Tiefststand

Feinstaub Grenzwerte selten überschritten
Audio [SR.de, (c) SR, 27.12.2019, Länge: 00:36 Min.]
Feinstaub Grenzwerte selten überschritten

Seit 2005 darf darum die Feinstaub-Konzentration an einem bestimmten Ort nur noch an höchstens 35 Tagen im Jahr die Grenze von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter im Tagesmittel überschreiten. Auch wenn diese Grenze im Saarland niemals gerissen wurde: Ein Jahr nach Inkrafttreten der Regelung lag der Wert an zwei Stellen in Saarbrücken noch 30 Mal darüber, an allen sieben saarländischen Messstationen, die das Immissionsnetz Saar betreibt, zusammengenommen waren es 146 Überschreitungen

Inzwischen hat sich diese Zahl deutlich reduziert. In diesem Jahr erreichte sie sogar einen Tiefststand: Nur an insgesamt zehn Tagen wurden nach den vorläufigen Zahlen saarlandweit die Grenzwerte überschritten. Davon entfielen sieben Mal auf die Saarbrücker Innenstadt. Bei allen anderen Stationen lag er nie oder höchstens einmal darüber. Die häufigste Ursache, wenn es doch mal vorkam: Silvesterböller.

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