Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD, links) spricht mit Saar-Astronaut Matthias Maurer auf der ISS. An dem Videotelefonat nehmen von Nohfelden und München aus auch Kinder teil. (Foto: picture alliance/dpa | Christoph Soeder)

Saar-Astronaut Maurer beantwortete Kinder-Fragen

  11.12.2021 | 19:32 Uhr

Am Sonntag einfach mal im Schweben entspannen – für Saar-Astronaut Matthias Maurer gehört das zum Leben auf der ISS dazu. Was er dort den Rest der Woche so macht, verriet er am Samstag in einer Liveschalte mit dem Bundespräsidenten und herzkranken Kindern.

Der erste Saarländer im Weltall, Matthias Maurer, nutzt Sonntage auf der Internationalen Raumstation ISS, um in der Schwerelosigkeit einfach mal zu entspannen. „Manchmal schwebe ich einfach nur hier so in meinem Modul. Dann fühle ich mich wie ein Schmetterling“, verriet Maurer am Samstag bei einer Live-Videoschalte mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) und herzkranken Kindern.

Video [aktueller bericht am Samstag, 11.12.2021, Länge: 2:42 Min.]
Saar-Astronaut Maurer beantwortet Kinder-Fragen

„Erlebnis der absoluten Freiheit“

Die waren aus dem Weltraum-Atelier in Mosberg-Richweiler und aus dem Deutschen Museum in München zugeschaltet. „Das ist ein Erlebnis der absoluten Freiheit“, schildert Maurer sein Leben auf der ISS. Unter der Woche werde aber gearbeitet, samstags oft aufgeräumt.

Maurer ist als Botschafter der Stiftung Kinderherz mit Sitz in Essen aktiv. Die Stiftung unterstützt Forschung und Familien, um Kindern mit Herzerkrankungen in Deutschland zu helfen.

Experimente mit Herzzellen

Bei der Live-Schalte beantwortete der Nohfeldener Astronaut Maurer die Fragen einiger Kinder – zum Beispiel, ob das Essen im Weltall anders schmeckt und woraus eine Raumstation besteht.

Maurer betonte, auf der ISS liefen auch Experimente, die herzkranken Kindern eines Tages helfen könnten. Denn dort könnten Herzzellen in der Schwerelosigkeit wie im menschlichen Körper wachsen.

Matthias Maurer berichtete auch von den Touching Surfaces. Dabei werden neuartige Oberflächen auf deren antimikrobielle Wirksamkeit unter Weltraumbedingungen untersucht und getestet. Solche Oberflächen könnten beispielsweise auch für OPs bei Kindern, bei denen Hygienevorkehrungen eine besondere Rolle spielen, wichtig sein.

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