Innenansichten der beiden Preisträger-Objekte "Ergosign 2" und "Halle 4" (Foto: Marco Kany (links: Ergosign) / tibo architektur (rechts: Co-Working-Space Halle) /Pressefotos AKS)

Saarländischer Architekturpreis für zwei Saarbrücker Objekte

  27.11.2021 | 09:43 Uhr

Der Ergosign-Neubau und der Coworking Space "Halle 4" in Saarbrücken sind mit dem Saarländischen Architekturpreis "Orte der Arbeit" ausgezeichnet worden. Zwei weitere Projekte erhielten eine Anerkennung.

Das zweite Ergosign-Gebäude im Quartier Eurobahnhof überzeugte die Jury durch "die Äußere Ruhe und innere Vielfalt", die das Objekt zwischen den "wahlweise belanglosen oder marktschreierischen Neubauten in der näheren Umgebung" vermittelt. Entworfen haben dieses Objekt die Architekten Mario Krämer und Jens Stahnke von "FLOSUNDK architektur + urbanistik GmbH".

Der Coworking Space "Halle 4" in der Halbergstraße konnte als "eine gelungene Antwort auf die Fragen des Bedarfs von neuem, preisgünstigem und flexiblem Arbeitsraum" den Wettbewerb für sich entscheiden. Architektin dieses Projekts war Britta Tibo von "tibo ^ architektur". Die Objekte "Fabrik NO°9" in Mettlach (Architekturbüro: Bochem Schmidt) und das "IANEUM" in Friedrichsthal (Architekturbüro: Manfred Schaus Bernd Decker Architekten GmbH) wurden mit einer Anerkennung ausgezeichnet.

Bürogebäude "Ergosign 2" in Saarbrücken (Foto: Sven Paustian/Pressefoto AKS)
Bürogebäude "Ergosign 2" in Saarbrücken - Architekten: Mario Krämer, Jens Stahnke

"Bauliche Gestaltung spielt zentrale Rolle"

"Der Architekturpreis betont die zentrale Rolle baulicher Gestaltung im gesellschaftlichen Wandel", erklärt Alexander Schwehm, Präsident der Architektenkammer des Saarlandes, "nicht nur die Corona-Pandemie, die fortschreitende Digitalisierung und die Energiewende sorgen für Veränderungen."

Architekturpreis "Orte der Arbeit": Coworking Space HALLE 4  (Foto: tibo Architektur/Pressefoto AKS)
Innenansicht der ausgezeichnetnen Co-Working-Halle - Architektin: Britta Tibo

Vor allem der demografische und strukturelle Wandel im Saarland sorge für Veränderungen, die sich auch in den Gebäuden ausdrückten, so Schwehm.

Bauen im Bestand mit großem Stellenwert

Bei den zwölf Einreichungen ging es vor allem um Büros. Neben Neubauprojekten wurden einige Umbau- und auch Umnutzungsprojekte eingereicht. Dies deute auf den großen Stellenwert des Bauens im Bestand hin, so die Architektenkammer. Die ausgezeichneten Arbeiten zeigten, dass im Saarland moderne und nachhaltige Arbeitswelten mit hohen Qualitätsstandards für die Beschäftigten entstünden.

Die Gewinner-Projekte werden bis zum 16.12.2021 in einer Ausstellung zum Thema "Transformationsdesign" im "co:hub 66" auf dem Saarbrücker Neumarkt vorgestellt. Nach 2017 wurde der gemeinsame Preis des saarländischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und der Architektenkammer des Saarlandes zum zweiten Mal verliehen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 27.11.2021 berichtet.

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