Die Sonne leuchtet einen mit Moos bewachsenen Waldboden aus  (Foto: pixabay)

Wäldern im Saarland geht es vergleichsweise gut

  02.06.2021 | 19:58 Uhr

Die Wälder im Saarland sind im bundesweiten Vergleich glimpflich durch die letzten drei Trockenjahre gekommen. Zu diesem Ergebnis kommt die Waldbilanz der Länder beim Nationalen Waldgipfel.

Die Wälder hatten in den vergangenen Jahren vielerorts zu kämpfen. Stürme und Unwetter, extreme Dürre und der Borkenkäfer haben vielen Bäumen zugesetzt. Bereits Ende vergangenen Jahres gab das saarländische Umweltministerium in seinem Waldzustandsbericht bekannt, dass sich die Situation der saarländischen Wälder erneut verschlechtert habe. Vier von zehn Bäumen seien inzwischen deutlich geschädigt.

Anlässlich des Nationalen Waldgipfels zeige die Waldbilanz der Länder, dass die saarländischen Wälder im Bundesvergleich dennoch eher glimpflich davongekommen seien. Das liege vor allem an dem hohen Laubbaumanteil und an der drei Jahrzehnte langen naturnahen Waldbewirtschaftung, sagte der saarländische Umweltminister Reinhold Jost (SPD).

Fichte besonders problematisch

Größter Verlierer der extremen Umweltbedingungen sei die Fichte, die aber einen relativ geringen Anteil in den saarländischen Wäldern ausmache. Die Fichten-Schadflächen im Saarland beliefen sich nach Angaben des Ministeriums zu Jahresbeginn auf 460 Hektar. Das sei etwas mehr als ein Prozent der Staatswaldfläche.

Buchen dagegen seien häufiger vertreten. An ihnen seien vermehrt Schäden durch die Trockenheit festzustellen. Man hoffe darauf, dass sich vor allem die jüngeren Bäume den neuen Bedingungen anpassen.

„Bedingt durch den nassen und kühlen Mai präsentieren sich unsere Waldbäume, bis auf vorgeschädigte Altbuchen, aktuell in einem guten Zustand“, so Jost. Eine leichte Erholung erscheine mit Blick auf das angesagte günstigere Wetter möglich.

Trotzdem ergreift das Ministerium Maßnahmen, um die Wälder zu stärken. Dazu gehört unter anderem eine Wiederbewaldungsstrategie. Aus dem Landeshaushalt sollen dem Saarforst 5,5 Millionen Euro pro Jahr in den nächsten beiden Jahren zusätzlich zur Verfügung gestellt werden, damit weniger Bäume geschlagen und somit die Holzvorräte erhöht werden können.

Über dieses Thema hat auch die Sendung "aktueller bericht" im SR-Fernsehen vom 02.06.2021 berichtet.

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