Ein Polizeibeamter demonstriert ein Distanzelektroimpulsgerät, umgangssprachlich Taser (Foto: picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd)

Saar-Polizei setzt Taser immer häufiger ein

  16.11.2022 | 15:26 Uhr

Seit der Einführung von Elektroschockwaffen bei der saarländischen Polizei werden diese immer häufiger eingesetzt. Neben Tasern sind auch Bodycams Teil der Ausrüstung, die derzeit veralteten Geräte sollen aber noch in diesem Jahr ausgetauscht werden.

Seit rund zwei Jahren sind die Beamten der saarländischen Polizei mit Tasern im Einsatz. Seither drohen Polizistinnen und Polizisten immer häufiger damit, und setzen sie auch immer häufiger ein. Waren es im gesamten Jahr 2020 noch 14 Einsätze, war diese Zahl schon bis zum Juni dieses Jahres überschritten - mit 15 Einsätzen.

Insgesamt genügte jedoch deutlich häufiger bereits die Drohung mit einem Taser: Das geschah 40 Mal im vergangenen Jahr und bis zur Jahresmitte dieses Jahres 19 Mal. Damit haben die Waffen laut Innenministerium spürbar dazu beigetragen, in angespannten Situationen zu deeskalieren.

90 neue Bodycams bestellt

Neben den Elektroschockwaffen hat die saarländische Polizei auch Bodycams im Einsatz. Für deren vorbeugende Wirkung gebe es zwar keine belastbaren Zahlen, drei Viertel der befragten Beamten stuften sie aber als wirksames Mittel ein.

Sowohl Bodycams als auch Taser hätten einen wichtigen Platz im Einsatzalltag eingenommen, bilanziert das Innenministerium. Da die Kameras technisch mittlerweile veraltet seien, sind derzeit 90 neue Geräte bestellt. Diese sollen noch dieses Jahr an die Polizistinnen und Polizisten ausgegeben werden.

Kostenpunkt rund 1,2 Millionen Euro

Die Kosten für Anschaffung und Unterhalt der Geräte, Taser und Bodycams, liegen bei rund 1,2 Millionen Euro. Der größere Teil davon, circa 815.000 Euro, wurde in die Elektroschockwaffen investiert.

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