Besucher der Frankfurter Buchmesse (Foto: picture alliance/Arne Dedert/dpa)

Die saarländische Bilanz der Buchmesse

Ulli Wagner   14.10.2018 | 15:50 Uhr

Heute geht die diesjährige Frankfurter Buchmesse zu Ende. Mehr als 7300 Aussteller aus mehr als 100 Ländern und Hunderte Autoren zeigten, was sie rund ums Buch zu bieten haben. Mit dabei waren auch einige aus dem Saarland.

Der Conte Verlag aus St. Ingbert fand sich am Freitag unerwartet mit einem Tumult konfrontiert. Ein scheinbar harmloser Verlag in direkter Nachbarschaft, dem auch die Messeleitung auf den Leim gegangen war, entpuppte sich als rechtsaußen und sorgte für sehr viel Ärger und ein größeres Polizeiaufgebot. Das, so Verlagschef Stefan Wirtz, wird noch Konsequenzen haben. Ansonsten aber ist er mit der Buchmesse in diesem Jahr zufrieden. „Unser neues Georgien-Buch wird sehr gut angenommen. Es wurde im Gastland-Pavillon vorgestellt und es gibt positive Resonanzen“, sagte Wirtz.

So war die Buchmesse 2018
Audio [SR 2, Roland Kunz / Tilla Fuchs, 14.10.2018, Länge: 07:03 Min.]
So war die Buchmesse 2018

Mit der geschäftlichen Entwicklung zufrieden zeigte sich auch Rolf Kittler von Fines Mundi, einem Spezialitätenverlag mit Buchmanufaktur und Antiquariat aus Klarenthal. Weniger positiv beurteilte Kittler, dass er für seinen Stand 3500 Euro Gebühren zahlen musste, während Nachbarn wie der China-Verein oder ein Stand mit einem Kurzmassage-Angebot für wenige Hundert Euro auf die Messe gekommen seien.

Klimmt präsentiert Saarland-Bildband

Etwa abseits fand sich Reinhard Klimmt mit seinem Antiquariat. Immerhin war er aber direkt neben einem Stand aus Georgien platziert, dem Gastland der diesjährigen Buchmesse. Klimmt präsentierte auf der Messe auch einen neuen Fotoband über das Saarland in den 60ern. „Diesmal sind die Leitfossilien, an denen wir uns orientieren, der Minirock und die Literbombe“, erklärte der ehemalige saarländische Ministerpräsident. Der Band ist wie sein Vorgänger über die 50er beim Verlag Emons erschienen.

Für Frank P. Meyer aus Primstal war es die zweite Frankfurter Buchmesse als Autor, aber die erste,  bei der er richtig wahrgenommen wurde und in den Fokus von Bloggern geriet. Die würden vor allem durch das Cover auf die Bücher aufmerksam, sagte Meyer. Durch ihre Fragen könne er selbst bei seinen eigenen Büchern noch etwas entdecken.

Die saarländischen Autoren Arno Strobel und Deana Zinßmeister waren ohne Neuerscheinungen im Gepäck nach Frankfurt gereist. Sie nutzten die Messe, um mit Autorenkollegen ins Gespräch zu kommen sowie Verlags- und Presstermine wahrzunehmen.

Über dieses Thema wurde auch in der Region am Mittag vom 14.10.2018 berichtet.

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