Eine Frau geht mit Einkaufswagen am Supermarktregal vorbei (Foto: dpa/Uwe Anspach)

Saarländer in viereinhalb Minuten am Supermarkt

  21.10.2018 | 10:43 Uhr

Die Saarländer erreichen den nächstliegenden Supermarkt mit dem Auto im Schnitt in 4,4 Minuten. In den Flächenländern im Bund kommen nur die Bewohner Hessens und Nordrhein-Westfalens noch schneller an ihre Einkäufe. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf das Thünen-Institut für Ländliche Räume.

Die durchschnittliche Entfernung zum nächsten Supermarkt beträgt demnach 2,7 km. Nur in einzelnen Regionen im nördlichen Saarland sind die Wege zum Teil weiter. Mit dem Auto ist das kein Problem - zu Fuß sieht es da schon etwas anders aus. Fußmärsche von bis zu 60 Minuten müssten Bewohner im Nordsaarland unternehmen, um zum nächsten Supermarkt zu gelangen.

Zahl der Tante-Emma-Läden hat sich halbiert

Verschärft wird das noch dadurch, dass der kleine Tante-Emma-Laden, der fußläufig zu erreichen wäre, immer mehr verschwindet. Laut Handelsblatt gab es 2006 noch 17.400 Lebensmittelgeschäfte mit weniger als 400 Quadratmetern. Zehn Jahre später waren es nur noch 8750.

Unter den Supermärkten und Discountern konzentriert sich der Markt zunehmend. Die fünf größten Unternehmen erreichen inzwischen einen Marktanteil von 77 Prozent. Größter Supermarkt-Anbieter ist die Edeka-Gruppe (Edeka, Netto) mit einem Marktanteil von 24 Prozent. Es folgen Rewe (Rewe, Penny), Schwarz (Lidl, Kaufland), Aldi Nord/Süd und Metro (Metro, Real). Die Globus-Gruppe mit Sitz in St. Wendel kommt auf 2,1 Prozent.

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