Ein Schild weist auf die Isolierstation in einer Klinik hin (Foto: picture alliance/dpa/Sebastian Gollnow)

Erste Saar-Kliniken wechseln in Corona-Modus

  14.12.2020 | 16:29 Uhr

Aufgrund der steigenden Zahl an Corona-Infektionen bereiten sich das Uniklinikum des Saarlandes und das Klinikum Saarbrücken auf steigende Patientenzahlen vor. Planbare Operationen werden ab sofort verschoben, wie die Kliniken mitteilten. Außerdem wurde das Beatmungszentrum auf dem Winterberg wieder in Betrieb genommen.

Mit den verschärften Vorbereitungen soll die Betreuung der Corona-Patienten sichergestellt werden. Dafür werden alle verschiebbaren Eingriffe ab sofort abgesagt, um Betten- und Personalressourcen freizuhalten. "Es ist weiterhin mit steigenden Zahlen zu rechnen und auch damit, dass immer mehr Menschen wegen Corona beatmet werden müssen.“, sagte Dr. Christian Braun, Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor des Klinikums Saarbrücken.

Am Montag wurde deshalb auch das Corona-Beatmungszentrum (COBAZ 1) auf dem Winterberg wieder in Betrieb genommen. In den vergangenen Wochen konnte die speziell für die Behandlung von schweren Lungenversagen vorgesehene Intensivstation laut Klinik zeitweilig in den Stand-by-Modus gehen.

Die Akut- und Notfallversorgung, wie beispielsweise von Herzinfarkten und Schlaganfällen, die Schwerverletztenbehandlung, aber auch onkologische Eingriffe sind nach Angaben beider Kliniken aber weiterhin gewährleistet.

Schranken des Klinikcampus nachmittags geschlossen

Das Universitätsklinikum des Saarlandes kündigte zusätzlich zu den verschobenenen Operationen an, die Zugänge zum Klinikgelände strenger zu kontrollieren und die Schranken zu schließen. Dann dürfen von 14.00 Uhr bis 20.00 Uhr nur noch Beschäftigte, Notfälle und schwer eingeschränkte Menschen mit dem Pkw aufs Gelände.

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