Justitia-Figur (Foto: picture alliance/dpa | Frank Rumpenhorst)

Saarbrücker wegen versuchten Mordes verurteilt

Gabor Filipp   17.03.2021 | 16:00 Uhr

Das Landgericht Saarbrücken hat einen jungen Mann wegen versuchten Mordes nach dem Jugendstrafrecht zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt. Nach einem gescheiterten Drogengeschäft hatte er einen anderen Mann angefahren.

Sieben Jahre Freiheitsstrafe für versuchten Mord
Audio [SR 3, (c) SR, 17.03.2021, Länge: 01:03 Min.]
Sieben Jahre Freiheitsstrafe für versuchten Mord

Der 20-jährige Saarbrücker hatte im Juli letzten Jahres mit seinem Auto in Kleinblittersdorf einen Altersgenossen bei einer Verfolgungsjagd auf dem Bürgersteig angefahren.

Nach Auffassung des Schwurgerichts handelte es sich dabei um ein "gezieltes Überfahren“, wobei der Tod des Opfers "ganz klar in Kauf genommen worden“ sei.

Gescheitertes Drogengeschäft

Vorangegangen war vor dem Bahnhof Kleinblittersdorf ein gescheitertes Marihuana-Geschäft, das mit dem Diebstahl der kompletten Drogen-Tüte und der Verfolgung sowie dem ungebremsten Überfahren des mutmaßlichen Diebs endete.

Das Opfer überlebte mit leichteren Verletzungen. Zeugen und Überwachungskameras ließen keine Zweifel am Ablauf des Geschehens, das als versuchter Totschlag angeklagt war. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Über dieses Thema hat auch "aktuell" im SR Fernsehen am 17.03.2021 berichtet.

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