Saarbrücker Hefte (Foto: SR)

Keine Förderung für die "Saarbrücker Hefte"

Stephan Deppen / Onlineversion: Daniel Dresen   16.12.2020 | 10:46 Uhr

Die Landeshauptstadt Saarbrücken bleibt bei ihrer Entscheidung, die "Saarbrücker Hefte" nicht mehr zu fördern. Ein Antrag von SPD, Linke und Die Fraktion im Stadtrat wurde am Dienstagabend abgelehnt. Wie es 2021 weitergeht bei der Kulturzeitschrift, ist noch völlig offen.

Was bringt die zweite Jahresausgabe der "Saarbrücker Hefte"?
Ein Gespräch mit "Saarbrücker-Hefte"-Redakteurin Laura Weidig
Die Ausgabe Nummer 2 der "Saarbrücker Hefte" des Jahrgangs 2020 erscheint in wenigen Tagen mit einem breit gefächerten Themenangebot - diesmal mit einem Schwerpunkt auf Rechtsextremismus im Saarland. Was steht sonst noch drin? Ein Interview mit Redaktionsmitglied Laura Weidig.

Die drei Oppositionsparteien im Stadtrat wollten die "Saarbrücker Hefte" wieder mit jährlich 10.000 Euro fördern. Das hatte Tradition, schließlich waren die Hefte 1955 von der Stadt gegründet worden. 2006 hatte die reguläre Finanzierung geendet, seitdem hatte die damalige Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) aus ihrem Verfügungsfonds das Geld bereitgestellt.

Ihr Nachfolger Uwe Conradt (CDU) hatte das Geld dann im Mai gestrichen – wegen nicht absehbarer Kosten durch die Corona-Pandemie. Dabei bleibt es, der Antrag von SPD, Linke und Die Fraktion fand keine Mehrheit.

Im Sommer hatte das saarländische Kultusministerium die älteste Kulturzeitschrift des Saarlandes noch mit 6000 Euro unterstützt. Daher kann in den nächsten Tagen Ausgabe Nummer zwei des Jahrgangs 2020 erscheinen. Wie es 2021 weitergehen soll, sei noch völlig offen, teilt die Zeitschrift auf SR-Anfrage mit.

Etat für städtisches Festival

In Sachen Kulturförderung für die Freie Szene stimmte die Mehrheit des Saarbrücker Stadtrats hingegen für eine Neuerung: Eine Jury soll künftig den Entscheidern in Kulturausschuss und Rat empfehlen, welche Projekte gefördert werden sollen. Die Sommermusik fällt aus der Projektförderung raus, firmiert künftig als städtisches Festival und erhält einen eigenen Etat in Höhe von 60.000 Euro.

Über dieses Thema hat auch die SR3-Rundschau vom 16.12.2020 berichtet.

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