Polizei (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Haftbefehl nach Tod eines 16-Jährigen

  24.04.2018 | 16:37 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat Haftbefehl wegen Totschlags gegen einen 18-Jährigen beantragt. Er wird verdächtigt, einen 16-Jährigen nach einem Streit in die Saar gestoßen zu haben. Das Opfer wurde leblos aus der Saar geborgen und starb in der Nacht im Krankenhaus.

Gegen 14.00 Uhr war es am Montag am rechten Saarufer zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen Jugendlicher gekommen. Das spätere Opfer war mit einem Freund offenbar eher zufällig auf eine andere fünfköpfige Gruppe gestoßen. Der Begleiter des 16-Jährigen fragte nach etwas Haschisch. Nachdem er die Drogen nicht bezahlen konnte, soll es zu einem Handgemenge und einer Schlägerei gekommen sein. Dabei soll nach Zeugenaussagen der beschuldigte 18-Jährige dem Opfer mehrfach gegen den Kopf geschlagen haben.

Video [aktueller bericht, 24.04.2017, Länge: 1:54 Min.]
Haftbefehl wegen versuchten Totschlags

Ohnmächtig ins Wasser gezerrt

Schließlich habe der 16-Jährige ohnmächtig auf dem Boden gelegen. Der Beschuldigte soll den regungslosen Jungen ins Wasser gezerrt haben, wo er unterging und ertrank. Danach wollte der mutmaßliche Täter davonlaufen, Passanten konnten ihn allerdings festhalten. Der 18-Jährige war bei der Polizei bislang noch nicht in Erscheinung getreten. Inzwischen sitzt er in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Totschlag vor.

Das 16-jährige Opfer konnte zwar von Tauchern geborgen werden, starb aber später im Krankenhaus, weil er zu lange keine Luft bekommen hatte. Zwischen 15 und 30 Minuten soll er im Wasser gewesen sein, bevor Rettungstaucher ihn in Höhe der Wilhelm-Heinrich-Brücke bergen konnten. Die genaue Todesursache soll eine Obduktion klären.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten am 24.04.18 berichtet.

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