Die Saarbahn steht an einer Haltestelle (Foto: Pasquale D'Angiolillo/SR)

Saarbahn muss höhere Streckengebühr nicht bezahlen

Lisa Huth   01.07.2021 | 10:53 Uhr

Die Saarbahn muss nun doch nicht die von der französischen Bahn SNCF geforderte höhere Streckengebühr bis Saargemünd zahlen. Die Mehrkosten werden von französischer Seite übernommen.

Die französische Bahngesellschaft SNCF hatte rückwirkend ab 2019 für die 800 Meter Strecke der Saarbahn bis Saargemünd 167.000 Euro Gebühren verlangt. Das ist fast das Doppelte von dem, was die französische Bahn bis 2018 bekommen hatte. Bis dahin waren es 92.000 Euro gewesen.

SNCF darf Gebühren anpassen

Im Vertrag mit der SNCF steht, dass die französische Bahn die Gebühren, angepasst an die Inflation, erhöhen darf. Gegen diese weit überhöhte "Anpassung" hatte es Proteste gegeben, unter anderem hatte der Interregionale Parlamentarierrat eine Resolution verabschiedet.

Auch der Saarbrücker Oberbürgermeister Uwe Conradt und der Bürgermeister von Saargemünd, Marc Zingraff, hatten sich eingeschaltet.

SNCF und Region Grand Est übernehmen Gebühren

Auf Anfrage teilte die Saarbahn dem SR mit, die SNCF zahle die Mehrkosten für 2019 selbst. Ab 2020 übernimmt die Region Grand Est die höheren Gebühren. Für die Saarbahn müsse nun aber auch geklärt werden, wer die Betriebskosten übernimmt.

Über dieses Thema berichten auch die SR-Hörfunknachrichten vom 01.07.2021.

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