Eine Simulation zeigt ein Fahrzeug des TramTrain-Projekts (Foto: Tricon)

Saarbahn soll ab 2024 neue Fahrzeuge erhalten

  08.08.2020 | 08:32 Uhr

Die Fahrzeug-Flotte der Saarbahn soll ab 2024 ersetzt und technisch auf den neuesten Stand gebracht werden. Eine Auschreibung für Hersteller ist gestartet. Die Kooperation mit mehreren deutschsprachigen Verkehrsbetrieben soll die Kosten senken.

Die Flotte der Saarbahn ist inzwischen etwas in die Jahre gekommen. Die 28 Fahrzeuge der Saarbrücker Straßenbahn rollen bereits seit gut 20 Jahren auf dem grenzüberschreitenden Schienennetz der Region. Deshalb sollen die Fahrzeuge durch modernere Exemplare ersetzt werden.

Um die Kosten für das Projekt zu senken, kooperiert die Saarbahn dabei mit fünf weiteren deutschsprachigen Verkehrsbetrieben unter Federführung des Verbandes deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Die Ausschreibung für die Fahrzeughersteller hat begonnen. Wenn alles glatt läuft, werden die ersten vier der 28 "Tram-Train"-Fahrzeuge für die Saarbahn im Sommer 2024 geliefert, teilte das Saarbrücker Verkehrsunternhmen mit.

Klimaanlage und WLAN

Mit den neuen Zügen will sich die Saarbahn auf dem neuesten Stand der Technik bewegen. Ein Fahrerassistenzsystem soll automatisch bei Kollisionsgefahr bremsen, im Fahrzeuginnern sollen wie außen weniger Geräusche entstehen und der Stromverbrauch soll sinken. Auch für den Komfort der Fahrgäste werde etwas getan: Die Fahrzeuge würden vollklimatisiert sein, über Monitore werde ein Infotainmentsystem bereitgestellt und die Fahrzeuge sollen WLAN-fähig sein, so das Unternehmen.

Die Kosten für die Saarbahn betragen gemäß der aktuellen Kalkulation zwischen 110 und 130 Millionen Euro. Dank der Großbestellung mit den Projektpartnern, bei der ein Gesamtvolumen von rund vier Milliarden Euro veranschlagt wird, hofft die Saarbahn, bis zu 28 Millionen Euro einsparen zu können.

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