Mensa der Universität des Saarlandes, Saarbrücken (Foto: Jörg Pütz/Universität des Saarlandes)

Mensa der Saar-Uni feiert 50-Jähriges

Markus Person / Onlinefassung: Daniel Dresen   24.01.2020 | 15:56 Uhr

Im Oktober 1970 öffnete die Mensa der Saar-Universität nach Plänen des saarländischen Architekten Walter Schrempf. Der Bau gilt als prägendes Beispiel für die moderne Nachkriegsarchitektur.

Architektonisch besonders: 50 Jahre Uni-Mensa Saarbrücken
Audio [SR 3, Markus Person, 24.01.2020, Länge: 03:05 Min.]
Architektonisch besonders: 50 Jahre Uni-Mensa Saarbrücken

Im Jahr 1966 konzipierte der saarländische Architekt Walter Schrempf zusammen mit dem Bildhauer Otto Herbert Hajek die Mensa der Saar-Universität in Saarbrücken. Vier Jahre später öffnete der Funktionsbau. Der 3600 Quadratmeter große Speisesaal mit 1200 Plätzen bildet das Herzstück der Mensa.

Hier trifft nackter Beton auf kräftige Farben. Geometrische Elemente, die baukastenartig ineinander verschachtelt sind, dominieren die Raumwirkung. Die Skulpturen aus Stein und Holz in verschiedenen Formen, Mustern und Größen hängen direkt über den Köpfen der Mensagäste in der lichtdurchfluteten Halle. Traditionelle Künste der Malerei und der Bildhauerei geben dem Gebäude sein unvergleichliches Gesicht.

3000 hungrige Gäste täglich

Schrempf und Hajek wählten eine moderne Architekturform, die sich dem Technikzeitalter widmet. Die Mensa ist ein Prototyp des Brutalismus. "Ein Architekturstil, der sich zum Credo gemacht hat, authentische Gebäude zu konstruieren, die einen zutiefst demokratischen Sinn stiften sollen, weil sie unbehandelt und roh sind und nichts zu verbergen haben", sagt der Kulturwissenschaftler Rainer Hartz dem SR. Die Grundidee des denkmalgeschützten Gebäudes und seiner Macher sei es, zu polarisieren.

Die Mensa Saarbrücken gilt als prägnantes Beispiel für die moderne Nachkriegsarchitektur. Im Jubiläumsjahr will das Studentenwerk mit zahlreichen Aktionen das Gebäude und die dazugehörige Kunst ins Bewusstsein der Mensagänger rücken. Der Blick der über 3000 hungrigen Besucher täglich soll weg vom Teller und auf die Decken und Wände wandern, so Heike Savelkouls vom Studentenwerk. Ausstellungen, Klanginstallationen sowie Projekte der Architektentochter, Mona Schrempf, sind Teil des vielfältigen Programms.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 21.01.2020 berichtet.

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